Hofburg Innsbruck: Ein kaiserlicher palast der habsburger in tirol - Innsbruck
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Hofburg Innsbruck: Ein kaiserlicher palast der habsburger in tirol

Innsbruck, Austria

Vom Rennweg aus zeugt die imposante Barockfassade der Hofburg Innsbruck von jahrhundertelanger habsburgischer Kaisermacht. Einst Residenz von Kaisern und Kaiserinnen, zählt sie heute neben der Wiener Hofburg und Schloss Schönbrunn zu den drei bedeutendsten Kulturbauten Österreichs und verkörpert die Pracht der Dynastie in Tirol.

Eine geschichte imperialer verwandlung

Die Ursprünge des Palastes reichen bis ins 15. Jahrhundert zurück. Der Bau begann um 1460 unter Erzherzog Sigmund, dem „Münzreichen“. Der Palast wurde auf der ehemaligen Stadtbefestigung errichtet. Für die erste Erweiterung auf eine Grundfläche von 5.000 Quadratmetern musste sogar der Friedhof der Pfarrkirche St. Jakob weichen. Bis 1500 hatte Kaiser Maximilian I. die Residenz im spätgotischen Stil erheblich erweitert und bereits 1497 den habsburgischen Staatsschatz in die Hofburg verlegt, was Innsbruck zu einem wichtigen Finanzzentrum des Heiligen Römischen Reiches machte.

Im 16. Jahrhundert verwandelte Erzherzog Ferdinand II. den Palast in ein Renaissanceschloss und etablierte Innsbruck als zentralen Ort höfischer Kultur nördlich der Alpen. Ihr heutiges opulentes Erscheinungsbild verdankt die Hofburg jedoch vor allem den umfassenden Umbauarbeiten im Stil des Barock und Rokoko, die Kaiserin Maria Theresia zwischen 1754 und 1776 in Auftrag gab. Architekten wie Johann Martin Gumpp der Jüngere und Niccolò Pacassi leiteten den Umbau, zu dem auch die prachtvollen Deckenfresken von Franz Anton Maulbertsch im Riesensaal gehören. Bemerkenswerterweise besuchte die Kaiserin, die den Palast so nachhaltig prägte, Innsbruck nur zweimal in ihrem Leben.

Bedeutende ereignisse und bewohner

Die Hofburg war 1765 Schauplatz eines entscheidenden Moments in der Geschichte der Habsburger. Während der Hochzeitsfeierlichkeiten für seinen Sohn Leopold II. starb Kaiser Franz I., der Gemahl Maria Theresias, unerwartet im Palast. Tief betroffen ließ die Kaiserin das Sterbezimmer in eine Gedächtniskapelle umwandeln.

Im Laufe der Jahrhunderte hatte der Palast auch andere bedeutende Bewohner. 1809, während des Aufstands gegen die bayerischen und napoleonischen Truppen, nutzte der Tiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer die Hofburg kurzzeitig als sein Hauptquartier. Auch die Appartements von Kaiserin Elisabeth (Sisi) aus dem 19. Jahrhundert sind im Palast erhalten, obwohl sie nur selten anwesend war. 1918 ging die Hofburg in den Besitz des österreichischen Staates über und wurde im späten 20. und frühen 21. Jahrhundert umfassend saniert.

Der palast heute: ein museumskomplex

Heute ist die Hofburg Innsbruck ein öffentliches Museum, das Zugang zu seinen prunkvollen Repräsentationsräumen und kaiserlichen Appartements bietet. Das Museum ist in fünf Bereiche unterteilt: die Maria-Theresien-Zimmer, das Kaiserin-Elisabeth-Appartement, ein Möbelmuseum, die Ahnengalerie und eine Gemäldegalerie. Eine Dauerausstellung beleuchtet multimedial das Leben von Kaiser Maximilian I.

Die historische Hofburgkapelle ist ebenfalls ein fester Bestandteil des Rundgangs. Zudem wurden der Gotische Keller und der Barockkeller des Palastes zu einzigartigen Veranstaltungsorten für besondere Anlässe umfunktioniert. In der Bausubstanz sind noch heute Teile der ursprünglichen mittelalterlichen Befestigungsanlagen sichtbar, darunter alte Stadtmauern und Wehrtürme wie das Rumer Tor, die einen Einblick in die vielschichtige Vergangenheit des Palastes geben.

FAQ

Wer gab die berühmte Barockfassade der Hofburg Innsbruck in Auftrag?

Das heutige Erscheinungsbild im Stil des Barock und Rokoko wurde von Kaiserin Maria Theresia zwischen 1754 und 1776 in Auftrag gegeben. Obwohl sie diesen prachtvollen Umbau leitete, besuchte sie den Palast selbst nur zweimal in ihrem Leben.

Wofür wird die Hofburg Innsbruck heute genutzt?

Heute ist die Hofburg ein öffentlich zugänglicher Museumskomplex. Er umfasst fünf Hauptbereiche: die Maria-Theresien-Zimmer, das Kaiserin-Elisabeth-Appartement, ein Möbelmuseum, die Ahnengalerie und eine Gemäldegalerie. Außerdem finden hier Ausstellungen und Veranstaltungen statt.

Warum gibt es eine Kapelle in der Hofburg?

Die Hofburgkapelle wurde als Gedenkstätte errichtet. Nachdem ihr Gemahl, Kaiser Franz I., 1765 unerwartet im Palast gestorben war, ließ Kaiserin Maria Theresia das Zimmer zu seinem Gedenken in eine Kapelle umwandeln.

Gibt es in der Hofburg noch mittelalterliche Teile?

Ja, Teile der ursprünglichen mittelalterlichen Befestigungsanlagen, darunter Abschnitte der alten Stadtmauern und Wehrtürme wie das Rumer Tor, sind noch heute in die Bausubstanz des Palastes integriert und sichtbar.

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