Castello Svevo di Bari: Eine Festung der Kaiser und Könige - Bari
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Ziel

Castello Svevo di Bari: Eine Festung der Kaiser und Könige

Bari, Italy

Tritt vor die gewaltigen Mauern des Castello Svevo di Bari, einer Festung aus dem 13. Jahrhundert, deren robuste normannische Fundamente und staufische Umgestaltung von Macht und Verteidigung erzählen. Strategisch günstig in der Nähe des Hafens und am Eingang zu Bari Vecchia (der Altstadt) gelegen, steht die Burg als Denkmal für die lange Geschichte der Stadt als Knotenpunkt im Mittelmeerraum.

Eine Geschichte von Zerstörung und Wiedergeburt

Die Ursprünge der Burg gehen auf einen Auftrag des Normannenkönigs Roger II. um 1131–1132 zurück, der auf bereits bestehenden byzantinischen Fundamenten eine Verteidigungsanlage errichten ließ. Dieser erste Bau war jedoch nur von kurzer Dauer, denn er wurde 1156 nach einem Aufstand in Bari von Wilhelm I. von Sizilien, auch bekannt als „der Böse“, zerstört.

Eine neue Ära für die Festung begann zwischen 1233 und 1240 unter der Leitung des römisch-deutschen Kaisers Friedrich II., oft „Stupor Mundi“ (das Staunen der Welt) genannt. Er baute die Burg wieder auf, verstärkte sie und verlieh ihr den imposanten staufischen Charakter, den sie bis heute bewahrt hat. Dieser Wiederaufbau vereinte romanische und frühgotische Prinzipien und wurde von lokalen Handwerkern sowie sarazenischen Arbeitern ausgeführt, deren islamische Kunsteinflüsse in den architektonischen Details sichtbar sind.

Renaissancehof und militärische Entwicklung

Im 16. Jahrhundert erfuhr die Burg unter der Herzogin von Bari, Isabella von Aragon, und ihrer Tochter, Bona Sforza, Königin von Polen, bedeutende Veränderungen. Als Reaktion auf die Weiterentwicklung der Kriegsführung fügten sie massive Außenbastionen hinzu, die dem Artilleriebeschuss standhalten sollten. Die Außenmauern tragen noch immer die Spuren des Kanonenfeuers verschiedener Belagerungen.

Über die militärischen Aufrüstungen hinaus wurde die Burg auch in einen eleganten Renaissance-Palast umgewandelt. Die Ergänzung um elegante Wohnräume, eine monumentale Treppe und eine dem Heiligen Stanislaus von Krakau geweihte Kapelle markierten den Übergang von einem reinen Verteidigungsbau zu einer adligen Residenz.

Vom Gefängnis zum Kulturzentrum

Nach seiner Zeit als herzogliche Residenz änderte sich die Funktion der Burg. Während der Bourbonenzeit wurde sie zu einem Gefängnis und einer Kaserne umfunktioniert, eine Funktion, die sie für lange Zeit beibehielt. Erst 1957 wurde das Castello Svevo als Museum für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Heute ist die Burg nach umfassenden, 2017 abgeschlossenen Renovierungsarbeiten ein lebendiges Kulturzentrum. Im Erdgeschoss befinden sich archäologische Ausgrabungsstätten, die die tiefere Geschichte des Ortes offenlegen, einschließlich byzantinischer Bauten. Sie beherbergt Dauerausstellungen, allen voran die Gipsoteca, eine Sammlung von Gipsabgüssen romanischer Architekturelemente aus Apulien, die 1911 angefertigt wurden. Die Burg dient auch als Veranstaltungsort für wechselnde Kunstausstellungen und kulturelle Events, wobei ihr ehemaliger trockener Graben manchmal als Freilichtbühne genutzt wird.

Legenden hinter den Mauern

Eine hartnäckige, wenn auch unbestätigte Legende, die mit der Burg in Verbindung gebracht wird, handelt von zwei der berühmtesten Persönlichkeiten der Geschichte. Die Geschichte erzählt von einem Treffen im Jahr 1221 zwischen Kaiser Friedrich II. und dem Heiligen Franz von Assisi. Um die Frömmigkeit des Mönchs auf die Probe zu stellen, soll Friedrich eine Kurtisane in sein Zimmer geschickt haben. Als Franziskus sie wegschickte, war der Kaiser, der angeblich durch ein Guckloch zusah, tief von seinen Prinzipien beeindruckt.

FAQ

Wer hat das Castello Svevo di Bari erbaut?

Die ursprüngliche Festung wurde um 1132 vom normannischen König Roger II. erbaut. Nach ihrer Zerstörung wurde sie zwischen 1233 und 1240 von Kaiser Friedrich II. wiederaufgebaut und erheblich verstärkt.

Was befindet sich heute im Castello Svevo di Bari?

Die Burg dient heute als Museum und Kulturzentrum. Sie beherbergt archäologische Bereiche mit byzantinischen Ruinen, die Gipsoteca (eine Sammlung von Gipsabgüssen) und Räume für wechselnde Kunstausstellungen und kulturelle Veranstaltungen.

Was ist die Gipsoteca in der Burg von Bari?

Die Gipsoteca ist eine Sammlung von Gipsabgüssen, die 1911 von den Bildhauern Pasquale Duretti und Mario Sabatelli angefertigt wurden. Diese Abgüsse bilden skulpturale und architektonische Elemente bedeutender Monumente aus der gesamten Region Apulien nach.

Welche Baustile sind in der Burg zu finden?

Die Burg weist eine Mischung aus Baustilen auf, die ihre lange Geschichte widerspiegeln. Dazu gehören normannische, romanische, frühgotische und Renaissance-Elemente, die sich im trapezförmigen Grundriss, den massiven Türmen und den Außenbastionen zeigen.

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