Portico del Pavaglione: Bolognas UNESCO-Bogengang - Bologna
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Portico del Pavaglione: Bolognas UNESCO-Bogengang

Bologna, Italy

Der Portico del Pavaglione ist ein ikonischer und eleganter Bogengang, der die Piazza Galvani prägt und ein wesentlicher Bestandteil des zum UNESCO-Welterbe gehörenden Bogengangnetzes von Bologna ist. Mit einer Länge von rund 140 Metern dient er als wichtige Fußgängerpassage, die die Piazza Maggiore mit dem Universitätsviertel der Stadt verbindet.

Baugeschichte

Sein heutiges Erscheinungsbild im Stil des bologneser Klassizismus erhielt der Bogengang größtenteils Mitte des 16. Jahrhunderts. Das von Papst Pius IV. initiierte Projekt hatte zum Ziel, der Piazza Maggiore eine elegantere und harmonischere Fassade zu verleihen und mit dem Archiginnasio einen einheitlichen Sitz für die Universität von Bologna zu schaffen. Zwischen 1562 und 1563 renovierte der Architekt Antonio Morandi, genannt Terribilia, den Bogengang und ersetzte die früheren Terrakottastützen durch Säulen aus Sandstein.

Anschließend wurde von 1565 bis 1568 über dem Bogengang die prachtvolle Fassade des Palazzo dei Banchi errichtet. Sie wurde von Jacopo Barozzi, genannt Vignola, entworfen und sollte gezielt die dahinterliegenden chaotischen Marktstraßen verdecken, um dem Hauptplatz ein edleres Gesicht zu verleihen.

Vom Seidenmarkt zur Einkaufsmeile

Der Name „Pavaglione“ leitet sich von „Pavillon“ ab und verweist auf den Markt für Seidenkokons, der hier ab dem 16. Jahrhundert abgehalten wurde. Bologna war ein bedeutendes Zentrum der Seidenproduktion, dessen Waren in ganz Europa gehandelt wurden. Anfangs beherbergte der Bogengang auch Buchhändler und Miniaturmaler. Im 19. Jahrhundert hatte er sich in ein elegantes Einkaufsviertel mit Haute-Couture-Boutiquen verwandelt, das die feine Gesellschaft anzog.

Der Bogengang heute

Heute ist der Portico del Pavaglione nach wie vor ein lebhafter Treffpunkt und ein beliebter Ort zum Flanieren und für einen Schaufensterbummel. Hier reihen sich unabhängige Buchhandlungen wie die historische Libreria Nanni an Boutiquen und Cafés. Der Bogengang bietet Zugang zu bedeutenden Gebäuden der Stadt, darunter das Archäologische Museum und der Palazzo dell'Archiginnasio, die ehemalige Universität, die heute eine öffentliche Bibliothek ist.

Ein prähistorisches Pflaster

Eine Besonderheit des Portico del Pavaglione liegt dir direkt zu Füßen. Der Boden ist mit rotem Veroneser Marmor gepflastert. Wenn du die Platten genauer betrachtest, entdeckst du zahlreiche versteinerte Muscheln und große, runde Ammoniten, die Überreste von Meereslebewesen, die vor hunderten Millionen von Jahren im Stein eingeschlossen wurden.

Ein UNESCO-Welterbe

Im Jahr 2021 wurde der Portico del Pavaglione als Teil des weitläufigen Bogengangnetzes von Bologna in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Dieses über 62 Kilometer lange Netzwerk ist für seine kulturelle und historische Bedeutung bekannt. Die Bogengänge haben ihren Ursprung im Mittelalter und entwickelten sich von privaten Bauten zu einem vorgeschriebenen städtischen Element, das das soziale und wirtschaftliche Leben der Stadt prägte.

FAQ

Warum heißt er Portico del Pavaglione?

Sein Name leitet sich vom italienischen Wort für „Pavillon“ (pavaglione) ab und verweist auf den Markt für Seidenkokons, der ab dem 16. Jahrhundert unter seinen Bögen abgehalten wurde.

Gehört der Portico del Pavaglione zum UNESCO-Welterbe?

Ja, er ist Teil des weitläufigen Bogengangnetzes von Bologna, das 2021 als Gesamtheit zum UNESCO-Welterbe erklärt wurde.

Woraus besteht der Boden des Portico del Pavaglione?

Der Boden besteht aus rotem Veroneser Marmor, der sichtbare Fossilien von Muscheln und großen Ammoniten enthält, die hunderte Millionen Jahre alt sind.

Wie lang ist der Portico del Pavaglione?

Der Portico del Pavaglione erstreckt sich über eine Länge von etwa 139 bis 140 Metern und ist damit einer der bemerkenswertesten durchgehenden Bogengänge Bolognas.

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