Domplatz Brixen: Geschichte eines fürstbischöflichen Platzes - Brixen
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Ziel

Domplatz Brixen: Geschichte eines fürstbischöflichen Platzes

Brixen, Italy

Der Domplatz ist seit dem 11. Jahrhundert das historische, geistliche und kulturelle Herz von Brixen. Seine Ursprünge als Machtzentrum reichen in die Zeit zwischen 967 und 1006 zurück, als der Bischofssitz von Säben nach Brixen verlegt wurde. Die monumentale Größe des Platzes sollte ganz bewusst die Autorität der Fürstbischöfe unterstreichen, deren weltliche Macht sich 1027 festigte, als das Fürstbistum Brixen die Reichsunmittelbarkeit erlangte und damit direkt dem Kaiser des Heiligen Römischen Reiches unterstellt war.

Architektonische Entwicklung

Beherrscht wird der Platz vom Brixner Dom, einem Bauwerk, das von Jahrhunderten der Architekturgeschichte erzählt. Seine Fundamente sind ottonisch und stammen aus den 980er-Jahren. Nach einem Brand im Jahr 1174 wurde er als dreischiffige romanische Basilika mit zwei Türmen wiederaufgebaut. Ein weiterer Brand im Jahr 1444 zog einen gotischen Umbau nach sich. Sein heutiges, vorwiegend barockes Erscheinungsbild verdankt der Dom einem großen Umbau zwischen 1745 und 1754, in dessen Zuge auch die monumentalen Fresken von Paul Troger mit der Darstellung der Anbetung des Lammes hinzukamen. Eine klassizistische Vorhalle, entworfen von Jakob Pirchstaller, kam schließlich zwischen 1785 und 1790 hinzu.

Eine Bühne für Macht und Frömmigkeit

Der Domplatz diente als Epizentrum der doppelten, geistlichen und weltlichen, Autorität der Fürstbischöfe. Rund 500 Jahre lang war er als „Am Hofe“ bekannt, da die Bischöfe hier Hof hielten, bevor sie in die nahe gelegene Hofburg umzogen. Die Geschichte des Platzes ist von bedeutenden Persönlichkeiten geprägt, darunter Bischof Poppo von Brixen, der 1048 zu Papst Damasus II. wurde. Als drastische Zurschaustellung weltlicher Macht war der Platz aber auch Schauplatz öffentlicher Hinrichtungen, darunter die Anführer des Bauernaufstandes von 1525, ein Wiedertäufer und drei Freiheitskämpfer im Jahr 1809.

Der Domplatz in der Neuzeit

Heute ist der Domplatz ein lebendiger, verkehrsberuhigter öffentlicher Raum, der oft als das „Wohnzimmer der Stadt“ bezeichnet wird. An seiner Westseite reihen sich Cafés und Restaurants, die ihn von morgens bis abends zu einem gesellschaftlichen Treffpunkt machen. Nach wie vor finden auf dem Platz wichtige öffentliche Veranstaltungen, Prozessionen und Feste statt, darunter auch der jährliche Christkindlmarkt. Außerdem befinden sich hier die 1909 errichtete Millenniumssäule und der „Brunnen des Lebens“, ein Werk des Künstlers Martin Rainer aus dem Jahr 1998, das den Lebensweg des Menschen darstellt. Ihre Funktion als Bischofssitz verlor die Kathedrale 1964, als der Sitz nach Bozen verlegt wurde.

FAQ

Welche Geschichte hat der Brixner Dom am Domplatz?

Die Geschichte des Doms umspannt über ein Jahrtausend. Er begann als ottonischer Bau in den 980er-Jahren, wurde nach einem Brand 1174 im romanischen Stil wiederaufgebaut, nach 1444 gotisch umgestaltet und erhielt zwischen 1745 und 1754 seine heutige barocke Form.

Warum war der Domplatz für die Fürstbischöfe wichtig?

Der Domplatz war das strategische und symbolische Zentrum des Fürstbistums, der die doppelte, geistliche und weltliche, Autorität der Bischöfe verkörperte. Seine enorme Größe sollte Macht demonstrieren und bot Platz für große Veranstaltungen.

Wofür wird der Domplatz heute genutzt?

Heute ist der Domplatz ein belebter öffentlicher Platz, der auch als das „Wohnzimmer der Stadt“ bezeichnet wird. Er ist ein verkehrsberuhigter Bereich mit Cafés und Restaurants und Schauplatz für Veranstaltungen wie Prozessionen, Feste und den jährlichen Christkindlmarkt.

Fanden auf dem Domplatz auch überraschende Ereignisse statt?

Ja, trotz seiner spirituellen Rolle war der Platz Schauplatz zahlreicher öffentlicher Hinrichtungen. Diese Ereignisse, wie die Hinrichtung der Anführer des Bauernaufstandes von 1525 und von Freiheitskämpfern im Jahr 1809, demonstrierten die weltliche Macht der Fürstbischöfe.

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