Porto Antico: Genuas wiederbelebter historischer Hafen - Genoa
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Porto Antico: Genuas wiederbelebter historischer Hafen

Genoa, Italy

Genuas Porto Antico, der Alte Hafen, ist ein lebhaftes Hafenviertel, das Jahrhunderte an Seefahrtsgeschichte nahtlos mit moderner architektonischer Innovation verbindet. Einst das wirtschaftliche Herz der Stadt, erlebt dieses Viertel heute seine Wiedergeburt als pulsierender Treffpunkt für Kultur, Freizeit und Tourismus, der Genua wieder mit seinem Meer zusammenführt.

Eine bewegte Seefahrtsgeschichte

Die Ursprünge des Hafens gehen auf das 5. Jahrhundert v. Chr. in einer natürlichen Bucht namens Mandraccio zurück. Im 12. Jahrhundert begann Genua mit dem Bau von Holzstegen seine Vormachtstellung als Seerepublik zu begründen. Der Hafen wurde im 16. Jahrhundert erheblich erweitert, aber seine Bedeutung nahm später ab, als sich der Welthandel in Richtung Atlantik verlagerte.

Nachdem das historische Hafengebiet im Zweiten Weltkrieg schwere Schäden erlitten hatte und der Handelsverkehr verlegt worden war, lag es brach. Das Areal ist auch mit bedeutenden historischen Persönlichkeiten verbunden. Während seiner Gefangenschaft in Hafennähe diktierte Marco Polo sein berühmtes Buch „Die Reisen des Marco Polo“. Auch die mächtige Zunft der Hafenarbeiter, die Camalli, trug jahrhundertelang maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg des Hafens bei.

Die Wiedergeburt durch Renzo Piano

Der Auslöser für die Umgestaltung des Hafens war die Expo von 1992, die anlässlich des 500. Jahrestages der Amerikareise von Christoph Kolumbus stattfand. Der genuesische Architekt Renzo Piano stand an der Spitze dieses visionären Umbauprojekts, das 1988 begann. Sein Masterplan zielte darauf ab, die physischen Barrieren einzureißen, die die Stadt von ihrer Uferpromenade getrennt hatten. Alte Gebäude wurden saniert und neue hinzugefügt, um einen für alle zugänglichen öffentlichen Raum zu schaffen.

Moderne Attraktionen und Aktivitäten

Heute ist der Porto Antico ein beliebtes Ziel für Einheimische und Besucher. Hier befinden sich einige der berühmtesten Attraktionen Genuas, darunter das Aquarium von Genua, eines der größten Europas. Zu den weiteren Schlüsselbauten von Pianos Neugestaltung gehören der Bigo, ein Panoramaaufzug mit 360-Grad-Rundumblick über die Stadt und den Hafen, und die Biosfera, eine Kugel aus Glas und Stahl, die ein tropisches Miniatur-Ökosystem beherbergt.

Außerdem befinden sich hier das Galata Museo del Mare (Meeresmuseum) und die Nazario Sauro, das einzige U-Boot Italiens, das im Wasser besichtigt werden kann. Die renovierten Magazzini del Cotone (Baumwolllager) beherbergen heute ein Multiplex-Kino, Geschäfte sowie zahlreiche Restaurants und Bars. Auf Plätzen wie der Piazza delle Feste und in der Arena del Mare finden das ganze Jahr über Konzerte, Festivals und im Winter sogar Schlittschuhlaufen statt.

FAQ

Warum wurde der Porto Antico neugestaltet?

Der Porto Antico wurde für die „Kolumbusfeiern“ 1992 neugestaltet, mit denen der 500. Jahrestag der Reise von Christoph Kolumbus begangen wurde. Das von Architekt Renzo Piano geleitete Projekt verwandelte das brachliegende Industriegebiet in ein öffentliches Zentrum für Kultur und Tourismus.

Wer hat den modernen Porto Antico entworfen?

Die große Neugestaltung des Porto Antico ist das Werk des berühmten genuesischen Architekten Renzo Piano. Sein Projekt begann 1988 mit dem Ziel, die Stadt wieder mit ihrem historischen Hafenviertel zu verbinden.

Was sind die Hauptattraktionen im Porto Antico?

Zu den Hauptattraktionen gehören das Aquarium von Genua, der Panoramaaufzug Bigo, die Glaskugel Biosfera, das Galata Museo del Mare und das U-Boot Nazario Sauro. In dem Areal gibt es außerdem Geschäfte, Restaurants, ein Kino und Veranstaltungsflächen.

Welche Geschichte verbirgt sich hinter dem Namen der Porta Siberia?

Das von Galeazzo Alessi entworfene Tor aus dem 16. Jahrhundert hieß ursprünglich Porta Cibaria, was so viel wie „Lebensmitteltor“ bedeutet, da es als Zugang für Lebensmittel diente. Im Laufe der Zeit wurde der Name sprachlich zu Porta Siberia verballhornt. Dieser Name hat jedoch keinen wirklichen Bezug zu der russischen Region.

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