Museum der rumänischen Nationalbank: Geschichte und Architektur - Bucharest
© Photo by Timo van Roermund via Google Maps
Ziel

Museum der rumänischen Nationalbank: Geschichte und Architektur

Bucharest, Romania

Das Museum der rumänischen Nationalbank befindet sich im historischen Palast der Institution in der Bukarester Altstadt und bewahrt die Währungsgeschichte des Landes. Seine imposante Fassade aus dem 19. Jahrhundert zeugt von Rumäniens wirtschaftlichem und kulturellem Weg in die Moderne.

Architektonische Pracht

Der Alte Palast der Nationalbank wurde zwischen 1884 und 1890 an der Stelle des ehemaligen Gasthauses Șerban Vodă aus dem 17. Jahrhundert erbaut. Das von den französischen Architekten Cassien Bernard und Albert Galleron entworfene Gebäude ist ein prachtvolles Beispiel des eklektizistischen französischen Akademismus, das Elemente der Renaissance und des Klassizismus vereint. Der renommierte rumänische Architekt Ion Mincu erklärte es einst zum „schönsten Gebäude in Bukarest“. Ein kleiner Teil der ursprünglichen Ruinen des Gasthauses wurde freigelegt und ist für Besucher durch einen Glasboden vor dem Palast sichtbar.

Ein neuerer Flügel im neoklassizistischen Stil mit rationalistischen Einflüssen wurde zwischen 1937 und 1944 angebaut. In diesem Flügel befindet sich der Großteil der Museumsexponate. Ein bemerkenswerter Innenraum ist die Marmorhalle, die mit einer speziellen Akustik ausgestattet wurde, um Echos zu schlucken und so die Vertraulichkeit der sensiblen Bankgeschäfte zu gewährleisten, die dort einst stattfanden.

Eine bewegte Geschichte

Die 1880 gegründete rumänische Nationalbank war die 16. Zentralbank der Welt, was die frühe Integration des Landes in die modernen Finanzsysteme markiert. Der Bau ihres Hauptsitzes war eine Mammutaufgabe, die sich aufgrund von Lieferengpässen und anderen Schwierigkeiten von den geplanten drei auf sechs Jahre ausdehnte.

Im Laufe seiner Geschichte war der Palast Zeuge bedeutender Ereignisse. Während des Ersten Weltkriegs wurde er von der deutschen Armee besetzt. 1916 wurden viele Wertsachen der Bank, bekannt als der „Rumänische Schatz“, zur sicheren Aufbewahrung nach Moskau geschickt, obwohl der größte Teil nie zurückgegeben wurde. Das Gebäude war 1959 auch Schauplatz des berühmtesten Banküberfalls des Ostblocks, als die Ioanid-Bande 1,6 Millionen Lei aus einem Geldtransporter stahl.

Die Sammlungen des Museums

Die Idee für ein Museum geht auf das Jahr 1914 zurück, doch in seiner heutigen Form wurde es neu organisiert und am 3. Mai 1997 offiziell eröffnet. Das Museum präsentiert über 2.500 Jahre rumänischer Finanz- und Münzgeschichte anhand einer umfangreichen Sammlung von Münzen, Banknoten und historischen Dokumenten.

Besucher können bemerkenswerte Artefakte wie die älteste Münze, die je auf rumänischem Gebiet geprägt wurde, und die kleinste rumänische Banknote aller Zeiten besichtigen. Die Sammlungen umfassen auch verschiedene Goldobjekte und ein beliebtes interaktives Exponat lädt die Gäste ein, zu versuchen, einen 13 Kilo schweren Goldbarren anzuheben. Der Eintritt ist frei, der Besuch ist jedoch nur im Rahmen einer obligatorischen Führung möglich, die mindestens zwei Werktage im Voraus online gebucht werden muss. Die Führungen werden wochentags auf Rumänisch und Englisch angeboten.

FAQ

Wie viel kostet der Eintritt in das Museum der rumänischen Nationalbank?

Der Eintritt in das Museum der rumänischen Nationalbank ist kostenlos. Besucher müssen jedoch über eine Online-Anmeldung eine obligatorische Führung mindestens zwei Werktage im Voraus buchen.

Was kann ich im Museum der rumänischen Nationalbank sehen?

Das Museum zeigt über 2.500 Jahre rumänischer Finanzgeschichte mit Sammlungen von Münzen, Banknoten und Dokumenten. Zu den Highlights gehören die älteste auf rumänischem Gebiet geprägte Münze und die kleinste rumänische Banknote.

Was ist das Besondere an der Architektur des Palastes der rumänischen Nationalbank?

Der Alte Palast (1884-1890) ist ein Wahrzeichen der eklektizistischen französischen Beaux-Arts-Architektur. Er wurde auf den Ruinen eines Gasthauses aus dem 17. Jahrhundert erbaut, die durch einen Glasboden sichtbar sind. Seine Marmorhalle verfügt zudem über eine spezielle Akustik, die für Vertraulichkeit sorgt.

Wann hat das Museum der rumänischen Nationalbank geöffnet?

Das Museum ist nur wochentags von 9:00 bis 15:00 Uhr geöffnet. Für die obligatorischen Führungen ist eine vorherige Online-Anmeldung erforderlich.

Tours featuring Museum der rumänischen Nationalbank

More places in Bucharest