Calleja del Pañuelo: Córdobas Taschentuchgasse - Cordoba
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Ziel

Calleja del Pañuelo: Córdobas Taschentuchgasse

Cordoba, Spain

In der Nähe der Moschee-Kathedrale, im historischen Judenviertel Judería von Córdoba, liegt die Calleja del Pañuelo. Offiziell heißt sie Calle de Pedro Jiménez, doch als schmalste Gasse der Stadt und eine der engsten Europas ist sie eine beliebte Touristenattraktion. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil der Altstadt von Córdoba, die seit 1994 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

Ein Erbe maurischen Designs

Die Ursprünge der Gasse reichen bis in die Zeit des Kalifats von Córdoba zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert zurück. Ihre Gestaltung ist ein klassisches Beispiel für maurische Stadtplanung, bei der enge, verwinkelte Straßen praktischen Zwecken dienten. Dieser Baustil sollte den Lebensraum maximieren, ein verteidigungsfähiges Labyrinth schaffen und für natürliche Kühlung und Schatten vor der intensiven andalusischen Hitze sorgen.

Die Geschichte der zwei Namen

Der gebräuchliche Name, Calleja del Pañuelo, bedeutet so viel wie „Taschentuchgasse“. Die Legende besagt, dass ihre engste Stelle mit etwa 50 Zentimetern genau der Breite des Taschentuchs eines Gentlemans entspricht. Auf ihrer 20 Meter langen Strecke schwankt die Breite der Gasse zwischen 70 und 250 Zentimetern.

Trotz ihres berühmten Spitznamens lautet die offizielle Bezeichnung der Straße Calle de Pedro Jiménez. Sie ehrt einen Soldaten der Tercios aus Flandern, der die Rebsorte Pedro Ximénez nach Andalusien gebracht haben soll. Als überraschende Hommage wachsen in der Gasse heute noch Rebstöcke dieser Sorte.

Der Platz am Ende

Die Calleja del Pañuelo mündet in einen ruhigen kleinen Platz, der eine Sackgasse bildet und von manchen als einer der kleinsten Plätze der Welt angesehen wird. Dieser intime Ort ist ein Rückzugsort vom städtischen Trubel und bezaubert mit dem sanften Plätschern eines Springbrunnens im arabischen Stil und im Frühling mit dem Duft von Orangenblüten. Auf dem Platz befinden sich auch ein Brunnen arabischen Ursprungs und die Überreste einer antiken Säule.

1953 wurde die Gasse unter der Leitung von Bürgermeister Antonio Cruz-Conde gepflastert und modernisiert. Sie erhielt Lampen, Blumenbeete und den Springbrunnen, der heute das Herzstück des Platzes bildet. Heute machen die weiß gekalkten, mit bunten Blumen geschmückten Mauern sie zu einem beliebten Fotomotiv, während einige der angrenzenden Häuser noch immer dem Domkapitel (Cabildo) gehören.

FAQ

Warum heißt sie Taschentuchgasse?

Ihr beliebter Name, Calleja del Pañuelo (Taschentuchgasse), kommt von der Legende, dass ihre engste Stelle, etwa 50 Zentimeter, genauso breit ist wie das Taschentuch eines Gentlemans.

Wie eng ist die Calleja del Pañuelo?

Die Breite der Gasse variiert, aber ihre engste Stelle misst ungefähr 50 Zentimeter (etwa 1,6 Fuß), was sie zur schmalsten Straße Córdobas macht.

Was befindet sich am Ende der Calleja del Pañuelo?

Die Gasse mündet in einen kleinen Platz in einer Sackgasse, der als einer der kleinsten der Welt gilt. Dort befinden sich ein Springbrunnen im arabischen Stil, Orangenbäume, ein alter Brunnen und die Überreste einer Säule.

Wie lautet der offizielle Name der Taschentuchgasse?

Der offizielle Name lautet Calle de Pedro Jiménez, zu Ehren eines Soldaten, der die Rebsorte Pedro Ximénez nach Andalusien gebracht haben soll. In der Gasse wachsen heute noch Rebstöcke dieser Sorte.

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