Dom von Lecce: Ein barockes Meisterwerk in Apulien - Lecce
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Ziel

Dom von Lecce: Ein barockes Meisterwerk in Apulien

Lecce, Italy

Die Kathedrale Mariä Himmelfahrt und des heiligen Oronzo ist ein Wahrzeichen von Lecce in Italien. Sie liegt an der harmonischen Piazza del Duomo und ist ein Paradebeispiel des Lecceser Barocks, der der Stadt den Beinamen „Florenz des Südens“ eingebracht hat. Die Kathedrale dient als Sitz des Erzbischofs von Lecce und ist nach wie vor ein aktiver Ort der Andacht und ein wichtiges Ziel für Besucher.

Eine in Stein gemeißelte Geschichte

Die Ursprünge der Kathedrale gehen auf das Jahr 1144 zurück, als sie unter Bischof Formoso Lubelli erbaut wurde. Im Jahr 1230 wurde sie im romanischen Stil umgebaut. Ihr heutiges prachtvolles Erscheinungsbild ist jedoch das Ergebnis eines vollständigen Umbaus zwischen 1659 und 1670. Dieser Umbau wurde von Bischof Luigi Pappacoda nach der verheerenden Pestepidemie von 1656 in Auftrag gegeben, in deren Folge der heilige Oronzo zum Schutzpatron der Stadt wurde. Das Wappen des Bischofs, ein steigender Löwe, ist an der Seitenfassade zu sehen.

Das architektonische Genie Giuseppe Zimbalos

Der barocke Umbau im 17. Jahrhundert wurde dem gefeierten lokalen Architekten Giuseppe Zimbalo, auch bekannt als „lo Zingarello“, anvertraut. Zimbalo verwendete meisterhaft den lokalen „pietra leccese“, einen weichen und porösen Kalkstein, der die kunstvollen Verzierungen ermöglichte, die das Bauwerk charakterisieren. Ein überraschendes Merkmal seines Entwurfs ist das Vorhandensein von zwei Fassaden. Eine reich verzierte, theatralische Seitenfassade ist auf die Piazza del Duomo ausgerichtet und sollte einen grandiosen ersten Eindruck erwecken. Die schlichtere, klassischere Hauptfassade liegt gegenüber dem Bischofspalast, wodurch der Nebeneingang zum eigentlichen visuellen Mittelpunkt wird.

Glockenturm und Innenraum

Ergänzt wird die Kathedrale durch den 70 Meter hohen Glockenturm, der ebenfalls von Zimbalo entworfen und zwischen 1661 und 1682 erbaut wurde. Er ersetzte einen früheren normannischen Turm und weist eine leichte, aber merkliche Neigung auf, die auf ein teilweise abgesunkenes Fundament zurückzuführen ist. Früher diente er als Wachturm und bietet heute einen Panoramablick über Lecce und die Adria. Im Inneren der Kathedrale befindet sich im Mittelschiff eine hölzerne Kassettendecke aus dem Jahr 1685. Diese Decke ist mit Gemälden von Giuseppe da Brindisi geschmückt, die das Leben des heiligen Oronzo darstellen, einschließlich seines Schutzes der Stadt vor der Pest.

Die alte Krypta

Unter dem Hauptgebäude befindet sich eine Krypta aus dem 12. Jahrhundert, die 2017 nach umfassender Restaurierung wiedereröffnet wurde. Dieser unterirdische Raum ist bemerkenswert für seine 92 Säulen, von denen viele mit aufwendig geschnitzten Kapitellen gekrönt sind, die menschliche Figuren, Engel und Fabelwesen zeigen. Die Krypta enthält auch Spuren alter Bestattungspraktiken, die der langen Geschichte der Kathedrale eine weitere Ebene hinzufügen.

FAQ

Wer hat den Dom von Lecce erbaut?

Die ursprüngliche Kathedrale wurde zwar 1144 erbaut, aber ihr heutiges Erscheinungsbild im Stil des Lecceser Barocks ist das Ergebnis eines großen Umbaus zwischen 1659 und 1670 durch den berühmten Architekten Giuseppe Zimbalo.

Warum hat der Dom von Lecce zwei verschiedene Fassaden?

Der Architekt Giuseppe Zimbalo entwarf absichtlich zwei Fassaden. Die reich verzierte Seitenfassade sollte einen theatralischen und eindrucksvollen Eingang für Besucher schaffen, die die Piazza del Duomo betreten, und wurde so zum visuellen Mittelpunkt anstelle der schlichteren Hauptfassade.

Woraus besteht der Dom von Lecce?

Die Kathedrale wurde aus „pietra leccese“ (dem Stein von Lecce) erbaut, einem weichen, porösen lokalen Kalkstein. Dieser Stein lässt sich leicht bearbeiten, was die aufwendigen barocken Details ermöglichte, aber seine poröse Beschaffenheit macht ihn auch anfällig für Verwitterung.

Neigt sich der Glockenturm des Doms von Lecce?

Ja, der 70 Meter hohe, von Giuseppe Zimbalo entworfene Glockenturm hat eine leichte, aber merkliche Neigung, die auf ein teilweise abgesunkenes Fundament zurückzuführen ist.

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