Yasaka-Schrein: Kyotos historisches Heiligtum in Gion - Kyoto
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Ziel

Yasaka-Schrein: Kyotos historisches Heiligtum in Gion

Kyoto, Japan

Wenn du dich dem Yasaka-Schrein näherst, empfangen dich seine leuchtend zinnoberroten Tore und sein weitläufiges Gelände an einem heiligen Ort mit über tausendjähriger Geschichte, der auch ein berühmtes Fest beheimatet. Im bekannten Kyotoer Stadtteil Gion gelegen, ist der Schrein ein zentrales kulturelles und spirituelles Wahrzeichen.

Eine jahrhundertelange Geschichte

Die Ursprünge des Yasaka-Schreins sind umstritten. Theorien datieren seine Gründung entweder auf das Jahr 656 n. Chr. während der Herrschaft von Kaiserin Saimei oder auf das Jahr 876 n. Chr. durch den Mönch Ennyo. Der Schrein selbst führt seine Geschichte auf das frühere Datum zurück. Im 10. Jahrhundert gelangte er unter die Schirmherrschaft des Kaiserhauses, was seine Bedeutung festigte. Die Hauptgottheiten des Schreins sind Susanoo-no-Mikoto, seine Gemahlin Kushinadahime-no-Mikoto und ihre acht Nachkommen. Während der Meiji-Restauration im Jahr 1868 wurde sein Name im Zuge der Trennung von Shintoismus und Buddhismus offiziell von „Gion-Schrein“ in „Yasaka-Schrein“ geändert.

Architektonische Bedeutung

Die Haupthalle des Schreins wurde zum Nationalschatz Japans ernannt. Sie wurde 1654 auf Befehl des vierten Shoguns, Tokugawa Ietsuna, wiederaufgebaut und ist ein Beispiel für den einzigartigen Gion-Zukuri-Baustil. Dieser Stil zeichnet sich durch ein einziges großes Dach aus, das sowohl das innere Heiligtum (Honden) als auch die Opferhalle (Haiden) bedeckt. Abweichend von der Tradition ist die Haupthalle nach Westen ausgerichtet, direkt auf die Shijo-Straße und das Gion-Viertel, anstatt der üblichen südlichen Ausrichtung.

Die Geburtsstätte des Gion-Festivals

Der Yasaka-Schrein ist untrennbar mit dem Gion-Festival verbunden, einem der berühmtesten Feste Japans. Das Fest begann 869 n. Chr. als religiöses Ritual, das Goryo-e, um Geister zu besänftigen und eine grassierende Epidemie zu bekämpfen. Um 970 n. Chr. entwickelte es sich zu einem jährlichen Ereignis. Die ikonischen Yamaboko-Festwagen des Festivals kamen während der Muromachi-Zeit auf und wurden von wohlhabenden Kaufleuten finanziert. Selbst in Zeiten der Unterdrückung oder finanzieller Not sorgten die Menschen in Kyoto dafür, dass das Fest über die Jahrhunderte hinweg weitergeführt wurde.

Der Schrein heute

Von den Einheimischen liebevoll „Gion-san“ genannt, ist der Yasaka-Schrein rund um die Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Er ist der Hauptschrein für etwa 3.000 weitere Yasaka-Schreine in ganz Japan. Er ist ein beliebtes Ziel für Neujahrsbesuche (Hatsumode) und für das „Okera-mairi“-Ritual, bei dem ein heiliges Feuer für gute Gesundheit entzündet wird. Besucher beten für verschiedene Segnungen, darunter Schutz vor Unglück, geschäftlichen Erfolg und im Unterschrein Utsukushi Gozensha auch für Schönheit. Abends erhellen Hunderte von Laternen, gestiftet von lokalen Unternehmen, die Tanzbühne und schaffen eine magische Atmosphäre.

Legenden und Kuriositäten

Um den Yasaka-Schrein ranken sich einige faszinierende Legenden. Unter der Haupthalle soll eine „Drachenhöhle“ existieren, und Klatschen in Richtung einer östlichen Säule soll ein Echo erzeugen, das wie das „Brüllen eines Drachen“ klingt. Außerdem bleibt das westliche Turmtor (Nishiromon) auf mysteriöse Weise frei von Spinnweben und weist auf seinen Stufen keine Spuren von Regenwasser auf, obwohl es den Elementen ausgesetzt ist.

FAQ

Wofür ist der Yasaka-Schrein am berühmtesten?

Der Yasaka-Schrein ist vor allem als Schauplatz des Gion-Festivals bekannt, einem der bedeutendsten Feste Japans, sowie für seine Lage im Herzen von Kyotos Stadtteil Gion.

Kostet der Yasaka-Schrein Eintritt?

Nein, der Eintritt zum Yasaka-Schrein ist frei. Das Gelände ist rund um die Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich.

Welches sind die Hauptgottheiten des Yasaka-Schreins?

Die Hauptgottheiten, die im Yasaka-Schrein verehrt werden, sind Susanoo-no-Mikoto, seine Gemahlin Kushinadahime-no-Mikoto und ihre acht Kinder.

Was ist das Besondere an der Architektur der Haupthalle?

Die Haupthalle ist im Gion-Zukuri-Stil gebaut, bei dem ein einziges großes Dach sowohl das Hauptheiligtum als auch die Opferhalle bedeckt. Ungewöhnlicherweise ist sie nach Westen zum Gion-Viertel ausgerichtet und nicht, wie traditionell üblich, nach Süden.

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