Templo de Santo Domingo de Guzmán: ein historisches Wahrzeichen - Mexico-city
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Templo de Santo Domingo de Guzmán: ein historisches Wahrzeichen

Mexico-city, Mexico

Bestaune die stoische Steinfassade des Templo de Santo Domingo de Guzmán aus dem 16. Jahrhundert, ein mächtiges Symbol der Kolonialherrschaft, erbaut auf einem Ort, der einst im Zentrum des zeremoniellen Lebens der Azteken stand. An der Plaza de Santo Domingo gelegen, bergen diese Kirche und ihre Umgebung Jahrhunderte der vielschichtigen Geschichte von Mexiko-Stadt.

Vom Aztekengarten zum Kolonialkloster

Der Ort der Plaza de Santo Domingo ist zutiefst geschichtsträchtig. Angeblich befand sich hier einst der Garten von Cuauhtémoc, dem letzten Aztekenherrscher. Die Verwandlung des Ortes begann mit der Ankunft der Dominikanermönche in Neuspanien im Juli 1526. Sie gründeten hier 1527 ihr Kloster, ein entscheidender Moment in der Evangelisierung der Region. Um der indigenen Bevölkerung ein Beispiel zu geben, soll der Konquistador Hernán Cortés in einer demonstrativen Geste der Ehrerbietung vor den Mönchen niedergekniet sein.

Architektonische Pracht

Die heutige Kirche Santo Domingo ist die dritte, die an diesem Ort errichtet wurde. Ihr Bau begann 1717 und wurde 1736 unter der Leitung des gefeierten spanischen Architekten Pedro de Arrieta vollendet. Die barocke Fassade ist eine eindrucksvolle Kombination aus blutrotem Vulkangestein, dem Tezontle, und kontrastierendem weiß-grauem Cantera-Stein. Im Inneren ist der Hauptaltar ein bemerkenswertes neoklassizistisches Werk von Manuel Tolsá.

Ein Zentrum der kolonialen Macht

Während der Kolonialzeit war die Plaza de Santo Domingo ein wichtiges administratives und religiöses Zentrum. Sie war Schauplatz der düsteren Autos de Fe der Spanischen Inquisition, öffentlicher Zeremonien, bei denen die Strafen für religiöse Vergehen verkündet wurden. Der Platz ist von weiteren wichtigen historischen Gebäuden umgeben, darunter dem ehemaligen Palast der Inquisition, ebenfalls von Pedro de Arrieta entworfen, der heute das Museum für mexikanische Medizin beherbergt.

Die Plaza heute

Heute ist die Plaza de Santo Domingo nach wie vor ein lebhafter öffentlicher Ort und eine weniger chaotische Alternative zum nahegelegenen Zócalo. In der Mitte des Platzes steht ein Brunnen mit einer Statue von Josefa Ortiz de Domínguez, einer Heldin des mexikanischen Unabhängigkeitskrieges, die dort 1890 aufgestellt wurde.

An der Westseite des Platzes, unter dem Portal de Evangelistas, hat sich eine einzigartige Tradition erhalten. Hier arbeiten öffentliche Schreiber mit Schreibmaschinen und antiken Druckpressen und bieten Dienste an, die vom Verfassen von Briefen für Analphabeten bis zum Druck von Einladungen reichen. Gleichzeitig ist die Gegend aber auch für ein blühendes Geschäft mit gefälschten Dokumenten bekannt.

FAQ

Wann wurde der heutige Templo de Santo Domingo de Guzmán erbaut?

Die heutige Kirche im Barockstil ist die dritte, die an diesem Ort errichtet wurde. Ihr Bau begann 1717 und wurde 1736 vollendet.

Wer hat den Templo de Santo Domingo entworfen?

Der renommierte spanische Architekt Pedro de Arrieta entwarf die heutige Kirche. Er entwarf auch den nahegelegenen Palast der Inquisition, der heute das Museum für mexikanische Medizin beherbergt.

Welche historische Bedeutung hat die Plaza de Santo Domingo?

Der Platz liegt vermutlich auf dem ehemaligen Gartengelände des letzten Aztekenherrschers Cuauhtémoc. Während der Kolonialzeit war er ein wichtiges religiöses Zentrum und Schauplatz der öffentlichen Urteilsverkündungen der Spanischen Inquisition.

Was sind die Schreiber an der Plaza de Santo Domingo?

Unter dem Portal de Evangelistas erstellen öffentliche Schreiber mit Schreibmaschinen und alten Druckerpressen Dokumente, Briefe und Drucksachen für ihre Kunden. Dieser traditionelle Dienst existiert neben einem berüchtigten Schwarzmarkt für gefälschte Dokumente.

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