Grove Court: Von der Schweinegasse zur privaten Oase in NYC - New-york
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Grove Court: Von der Schweinegasse zur privaten Oase in NYC

New-york, United-states

Versteckt hinter einem eisernen Tor im West Village von New York City liegt Grove Court, eine private Enklave mit sechs bezaubernden Stadthäusern im Federal Style. Dieser malerische Hof an der Grove Street zwischen der Bedford und der Hudson Street hat eine dramatische Verwandlung durchgemacht, eine Geschichte, die die Entwicklung von Greenwich Village selbst widerspiegelt.

Bescheidene Anfänge und die „Schweinegasse“

Der Hof wurde erstmals 1848 angelegt und die sechs dreistöckigen Häuser zwischen 1853 und 1854 von dem örtlichen Lebensmittelhändler Samuel Cocks erbaut. Diese kleinen Häuser mit einer Fläche von jeweils etwa 92 Quadratmetern waren ursprünglich für die Arbeiterklasse gedacht, darunter auch irische Familien. Jahrzehntelang wurden die sechs separaten Häuser sogar als eine einzige Immobilie unter der Adresse 10 1/2 Grove Street besteuert.

Im 19. Jahrhundert war die abgeschiedene Lage des Hofes kein Zeichen von Prestige, sondern vielmehr ein Indikator für den niedrigen sozialen Status seiner Bewohner. Angesehene Familien bevorzugten Häuser mit Fassade zur Hauptstraße. Die Gasse erhielt wenig schmeichelhafte Spitznamen wie „Pig's Alley“ (Schweinegasse), weil Schweine durch den Garten streiften, und „Mixed Ale Alley“ (Mischbiergasse), eine mögliche Anspielung auf verarmte Bewohner, die Bierreste zusammenschütteten.

Eine literarische und künstlerische Verwandlung

Grove Court erlangte 1907 literarische Bedeutung als Schauplatz von O. Henrys berühmter Kurzgeschichte „Das letzte Blatt“. Dies brachte der einst unbekannten Gasse eine neue Art von Aufmerksamkeit, die später in einem Film von 1952 adaptiert wurde.

Ein entscheidender Wendepunkt kam zwischen 1920 und 1921, als die Alentaur Realty Company das Anwesen kaufte. Das Unternehmen nahm eine umfassende Renovierung vor und verwandelte das einst verwahrloste Areal in einen attraktiven Wohnhof. Ihr Ziel war es, eine Kolonie für Künstler und Literaten zu schaffen, und der Hof zog bald eine neue Bewohnerschaft aus Lehrern, Büroangestellten und alleinstehenden Frauen an.

Grove Court heute: Eine exklusive Oase

Heute ist Grove Court eine der exklusivsten und privatesten Wohnenklaven des West Village. Die sorgfältig gepflegten Backsteinstadthäuser sind heute Millionen wert, eines wurde 2011 für 4,2 Millionen Dollar verkauft. Die Bewohner kümmern sich gemeinsam um den gemeinschaftlichen Gartenhof, der für seinen Efeu, seine Blumen und die festlichen Halloween-Kürbisdekorationen bekannt ist.

Obwohl der Hof privat ist, zieht sein historischer Charme Touristen an, die oft durch das eiserne Tor zwischen 10 und 12 Grove Street spähen. Seine Nähe zu anderen Wahrzeichen der Nachbarschaft, einschließlich des Gebäudes an der Ecke Grove und Bedford, das für die Außenaufnahmen der Fernsehserie Friends genutzt wurde, trägt zu seinem Reiz bei. Das Überleben des Hofes war nicht immer gesichert, er überstand erfolgreich einen Plan aus den 1950er Jahren, der den Abriss zugunsten eines Spielplatzes vorsah.

FAQ

Kann man Grove Court besuchen?

Grove Court ist eine private, abgeschlossene Wohnenklave und nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Besucher können durch das eiserne Tor in der Grove Street spähen, um den Innenhof und die Stadthäuser aus der Ferne zu sehen.

Warum ist Grove Court berühmt?

Grove Court ist berühmt für seinen malerischen Charme, seine dramatische Geschichte von einer Arbeitersiedlung namens „Schweinegasse“ zu einer exklusiven Enklave und als Schauplatz von O. Henrys Kurzgeschichte „Das letzte Blatt“ aus dem Jahr 1907.

Was war Grove Court ursprünglich?

Grove Court wurde ursprünglich zwischen 1853 und 1854 als Wohnraum für die Arbeiterklasse erbaut. Seine abgelegene Lage stand für einen niedrigen sozialen Status und es war unter wenig schmeichelhaften Spitznamen wie „Schweinegasse“ und „Mischbiergasse“ bekannt.

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