East Side Gallery: Berlins Denkmal der Freiheit - Berlin
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East Side Gallery: Berlins Denkmal der Freiheit

Berlin, Germany

Die East Side Gallery ist eine permanente Open-Air-Galerie am längsten erhaltenen Teilstück der Berliner Mauer. Auf einer Länge von 1.316 Metern versammelt dieses historische Denkmal über 100 Wandbilder und ist ein starkes Symbol für Freiheit, Wiedervereinigung und künstlerischen Ausdruck.

Von der Teilung zum Ausdruck

Nach dem Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 initiierten die Künstler David Monty und Heike Stephan ein Projekt, um einen Teil der Sperranlage umzugestalten. Sie erhielten die Genehmigung, die Ostseite der Mauer entlang der Mühlenstraße zu nutzen – eine Fläche, die vom DDR-Regime bewusst kahl und steril gehalten wurde, um den Grenzsoldaten freie Sicht zu gewähren. Bei diesem Mauerabschnitt handelte es sich hauptsächlich um die „Hinterlandmauer“.

Offiziell eröffnet wurde die Galerie am 28. September 1990. An dem von Christine MacLean koordinierten Projekt beteiligten sich 118 Künstlerinnen und Künstler aus 21 Ländern. Ihre Werke fingen die politischen Veränderungen jener Zeit ein und brachten sowohl die Freude über die Wiedervereinigung als auch die Zukunftsängste zum Ausdruck.

Ikonische Wandbilder und Künstler

Die Galerie ist für mehrere ikonische Werke berühmt, die selbst zu Wahrzeichen Berlins geworden sind. Dmitri Vrubels „Mein Gott, hilf mir, diese tödliche Liebe zu überleben“ stellt den berühmten ‚Bruderkuss‘ zwischen dem sowjetischen Staatschef Leonid Breschnew und dem DDR-Staatschef Erich Honecker dar. Ein weiteres bekanntes Werk ist Birgit Kinders „Test the Rest“, das einen Trabant zeigt, der die Mauer durchbricht – ein Symbol für die neugewonnene Freiheit der Ostdeutschen.

Kani Alavi, ein im Iran geborener Künstler, der das Werk „Es geschah im November“ malte, wurde später als Vorsitzender der Künstlerinitiative East Side Gallery e. V. zu einem wichtigen Fürsprecher für den Erhalt der Galerie.

Ein lebendiges Denkmal heute

Mit über drei Millionen Besuchern jährlich ist die East Side Gallery die längste Open-Air-Galerie der Welt. Im November 1991 wurde sie unter Denkmalschutz gestellt, und seit 2018 ist die Stiftung Berliner Mauer für ihren Erhalt zuständig. Der Ort ist heute von moderner Stadtentwicklung mit Büros und Luxuswohnungen umgeben, was den stetigen Wandel der Stadt widerspiegelt.

Als eindringliche Erinnerung an ihren ursprünglichen Zweck wird die zur Spree gewandte Seite der Mauer von den Denkmalschutzbehörden bewusst als leere, weiße Fläche erhalten.

Erhaltung und Authentizität

Im Laufe der Zeit wurden die ursprünglichen Wandbilder von 1990 durch Wetter und Vandalismus stark beschädigt. Dies führte 2009 zu einer umfassenden Sanierung, bei der viele der Kunstwerke neu gemalt wurden. Folglich sind die meisten der heute sichtbaren Bilder keine Originale, sondern autorisierte Reproduktionen.

Diese Sanierung war kompliziert, da sich einige der ursprünglichen Künstler weigerten, daran teilzunehmen, während andere sich entschieden, ihre Werke beim Neumalen zu verändern. Der Prozess verdeutlicht die anhaltenden Herausforderungen bei der Erhaltung von vergänglicher Street-Art auf einem historischen Denkmal.

FAQ

Wie lang ist die East Side Gallery?

Die East Side Gallery ist 1.316 Meter (ca. 1,3 Kilometer) lang und damit das längste erhaltene Teilstück der Berliner Mauer.

Wann wurde die East Side Gallery eröffnet?

Die Open-Air-Galerie wurde am 28. September 1990 offiziell eröffnet, weniger als ein Jahr nach dem Fall der Berliner Mauer.

Sind die Wandbilder an der East Side Gallery die Originale von 1990?

Nein, die meisten der heute sichtbaren Wandbilder sind nicht die Originale. Wegen starker Verfallserscheinungen fand 2009 eine umfassende Sanierung statt, bei der viele Kunstwerke neu gemalt wurden.

Wer ist für die East Side Gallery verantwortlich?

Die East Side Gallery wurde 1991 unter Denkmalschutz gestellt. Seit November 2018 ist die Stiftung Berliner Mauer für ihren Erhalt und ihre Verwaltung zuständig.

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