Ziel

Die Geschichte von der Waage und dem Schädel: Berlins Mosaik-Geschichte

Berlin, Germany

Auf der Außenterrasse des Archäologiezentrums PETRI in Berlin lädt ein einzigartiges öffentliches Kunstwerk dazu ein, buchstäblich durch die Geschichte zu gehen. „Die Geschichte von der Waage und dem Schädel“ ist ein permanentes Bodenmosaik der Berliner Künstlerin Alona Rodeh. Das Werk wurde als „Kunst am Bau“-Projekt in Auftrag gegeben, war der Siegerentwurf eines Wettbewerbs im Jahr 2021 und wurde mit der Eröffnung des PETRI-Zentrums 2024 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Eine Erzählung aus Stein

Das 600 mal 600 Zentimeter große Natursteinmosaik schöpft seine Inspiration aus zwei bedeutenden historischen Funden vom Petriplatz, der als Geburtsstätte Berlins gilt. Der erste ist die Entdeckung der „ersten Berliner“, der ältesten in diesem Gebiet gefundenen menschlichen Skelette aus dem 12. Jahrhundert. Der zweite ist die Erinnerung an die kolossale „Berolina“-Statue, eine weibliche Figur aus dem 19. Jahrhundert, die Berlin personifizierte und seither verschollen ist.

Rodeh verwebt diese Elemente zu einer, wie sie es nennt, „imaginären Ausgrabungsszene“. Im Zentrum liegt die Figur eines Skeletts, umgeben von Darstellungen archäologischer Werkzeuge wie Spitzhacken und Waagen, anderen Knochen und einem Abbild der „Berolina“-Statue. Das Kunstwerk verwischt die Grenze zwischen Artefakt und Fiktion und ist eine Hommage an die Archäologie und die vielschichtige Vergangenheit Berlins.

Design und Kontext

Gefertigt aus schwarz-weißen Naturstein-Mosaiksteinen, besitzt das Mosaik eine zeitlose Qualität. Der starke Kontrast hat manche an einen QR-Code oder eine comicartige Bildsprache erinnert. Die Anordnung der abgebildeten Werkzeuge erzeugt den Eindruck einer „traumhaften, zentripetalen Bewegung“, was dem statischen Steinwerk eine dynamische Anmutung verleiht.

Das Kunstwerk befindet sich auf der Berliner Museumsinsel, einem UNESCO-Weltkulturerbe, und fügt sich nahtlos in seine Umgebung ein. Es fungiert als begehbare Erweiterung des Archäologiezentrums PETRI im Freien und verwandelt eine historische Erzählung in ein greifbares, körperliches Erlebnis. Du kannst mit dem Werk interagieren, indem du auf seiner Oberfläche gehst und dich so direkt mit einer modernen künstlerischen Interpretation der alten Geschichte der Stadt auseinandersetzt.

Die Künstlerin und das Kunstwerk

„Die Geschichte von der Waage und dem Schädel“ wurde von der in Israel geborenen Künstlerin Alona Rodeh geschaffen. Während sich dieses Werk mit archäologischen Themen befasst, ist Rodehs künstlerisches Schaffen weitaus vielfältiger und erforscht oft die Ästhetik von Sicherheit, städtischen Umgebungen und dem Nachtleben in großformatigen Installationen mit Licht und Ton. Dieses Projekt, das im Oktober 2021 einen Kunstwettbewerb gewann, ist ein Beleg für ihre Fähigkeit, sich tiefgreifend mit der spezifischen Geschichte und dem Kontext eines Ortes auseinanderzusetzen.

FAQ

Was ist „Die Geschichte von der Waage und dem Schädel“?

Es ist ein permanentes, 600 mal 600 Zentimeter großes öffentliches Bodenmosaik der Künstlerin Alona Rodeh auf der Terrasse des Archäologiezentrums PETRI in Berlin.

Welche Geschichte erzählt das Mosaik?

Das Kunstwerk ist inspiriert von zwei historischen Funden vom Berliner Petriplatz: den ältesten dort entdeckten mittelalterlichen Skeletten und der verschollenen „Berolina“-Statue aus dem 19. Jahrhundert, einem Symbol der Stadt.

Wo befindet sich das Kunstwerk?

Das Mosaik befindet sich auf der Außenterrasse des Archäologiezentrums PETRI am Petriplatz, auf der Berliner Museumsinsel, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

Darf man das Kunstwerk betreten?

Ja, es ist ein permanentes, begehbares öffentliches Kunstwerk, das dir ein greifbares, körperliches Erlebnis bieten soll und die direkte Interaktion mit dem Werk ermöglicht.

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