Guide zum Museum für Asiatische Kunst Korfu - Corfu
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Guide zum Museum für Asiatische Kunst Korfu

Corfu, Greece

Lass die stattliche neoklassizistische Architektur dieses prächtigen Palasts auf dich wirken, der stolz am Rande des Platzes aufragt. Am nördlichen Ende der Spianada gelegen, markiert der Palast von St. Michael und St. Georg den Übergang zwischen Korfus alten venezianischen Gassen und der britischen Stadtplanung des 19. Jahrhunderts. Heute beherbergt dieser Monumentalbau das Museum für Asiatische Kunst, das einzige Museum in ganz Griechenland, das ausschließlich der Kunst und den Antiquitäten Asiens gewidmet ist.

Ein britischer Palast auf einer griechischen Insel

Erbaut zwischen 1819 und 1824, stammt der Entwurf des Palasts vom britischen Militäringenieur Colonel Sir George Whitmore. Das Bauwerk wurde aus importiertem weißem Kalkstein aus Malta errichtet, behauen von erfahrenen maltesischen Steinmetzen Seite an Seite mit britischen Militärarbeitern.

Die helle, von Wind und Wetter gezeichnete Fassade präsentiert sich im Regency- und Greek-Revival-Stil. Zu den markantesten Merkmalen gehören eine weitläufige dorische Kolonnade und ein Gesims mit fein gemeißelten Steinreliefs. Diese zeigen die Wappen der sieben Ionischen Inseln neben klassischen Schiffsbugen, die auf das antike Phaiakia verweisen.

Eine Geschichte wechselnder Reiche

In Auftrag gegeben wurde der Palast während des britischen Protektorats von Sir Thomas Maitland. Er erfüllte gleich mehrere Verwaltungsaufgaben: als Residenz des Hohen Kommissars, Sitzungssaal des Ionischen Senats und Hauptquartier des Ordens von St. Michael und St. Georg.

Nachdem die Ionischen Inseln 1864 mit Griechenland vereinigt wurden, wandelte sich das Gebäude zur Residenz der griechischen Königsfamilie. Im Zweiten Weltkrieg und während des griechischen Bürgerkriegs, als der Palast auch Geflüchteten Zuflucht bot, litt das Bauwerk unter schweren Beschädigungen und Plünderungen. Umfangreiche Restaurierungen in den 1950er-Jahren erweckten das Gebäude zu neuem Leben, gefolgt von weiteren Modernisierungen vor dem EU-Gipfel 1994.

Das Erbe von Gregorios Manos

Das Museum selbst verdankt seine Existenz der Hingabe von Gregorios Manos, einem griechischen Diplomaten und ehemaligen Botschafter in Österreich. 1919 stiftete Manos eine Sammlung von rund 9.500 asiatischen Artefakten, für die er fast sein gesamtes Privatvermögen und seine Pension auf Pariser und Wiener Auktionen ausgegeben hatte. 1928 öffnete das Museum offiziell seine Pforten für das Publikum.

1973 erweiterte Botschafter Nikolaos Hadjivassiliou die Sammlung durch die Schenkung von rund 400 indischen und südostasiatischen Werken. Diese Erweiterung verpasste dem Haus ein breiteres Profil und führte zu seinem heutigen Namen.

Fernöstliche Schätze und königliche Prunksäle

Heute untersteht das Museum dem griechischen Kulturministerium und beherbergt über 15.000 asiatische Artefakte. Die faszinierende kulturelle Gegenüberstellung vereint kaiserliches chinesisches Porzellan, buddhistische Gandhara-Skulpturen und japanische Samurai-Rüstungen mit einer historischen britischen Regency-Kulisse.

Neben den Kunstgalerien bewahrt der Palast mehrere prachtvolle Repräsentationsräume. Der Thronsaal, der Große Speisesaal und der Saal des Ionischen Senats erstrahlen in sorgfältig restauriertem Glanz. Den Mittelpunkt des Innenraums bildet ein imposantes zweistöckiges Atrium mit ionischen Säulen und Wandbildern nach Homers Odyssee, das das lokale griechische Mythenerbe nahtlos mit britischem Design verbindet. Ein Teil des Komplexes ist zudem der Städtischen Kunstgalerie von Korfu gewidmet.

FAQ

Wie ist die Geschichte des Palasts von St. Michael und St. Georg?

Erbaut zwischen 1819 und 1824, diente der Palast ursprünglich als Residenz des britischen Hohen Kommissars und als Sitzungssaal des Ionischen Senats. Später wurde er zur königlichen Residenz Griechenlands, bevor er sich in ein öffentliches Museum verwandelte.

Wie viele Artefakte beherbergt das Museum für Asiatische Kunst auf Korfu?

Das Museum beherbergt über 15.000 asiatische Artefakte, darunter kaiserliches chinesisches Porzellan, japanische Samurai-Rüstungen und buddhistische Gandhara-Skulpturen.

Wer gründete das Museum für Asiatische Kunst auf Korfu?

Der Grundstock des Museums geht auf den griechischen Diplomaten Gregorios Manos zurück, der 1919 rund 9.500 asiatische Artefakte stiftete, nachdem er fast sein gesamtes Privatvermögen auf europäischen Auktionen dafür aufgewendet hatte.

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