Ladadika: Thessalonikis historisches Ausgehviertel - Thessaloniki
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Ladadika: Thessalonikis historisches Ausgehviertel

Thessaloniki, Greece

Nur wenige Schritte vom modernen Stadtzentrum entfernt verbirgt sich ein Winkel Thessalonikis aus dem 19. Jahrhundert, der den Großen Brand von 1917 wie durch ein Wunder überstanden hat. Das historische Viertel Ladadika liegt direkt zwischen dem alten Passagierhafen und dem modernen Aristoteles-Platz und schlägt die Brücke zwischen dem maritimen Handelserbe der Stadt und ihrer heutigen Urbankultur.

Der historische Olivenölmarkt

Ladadika erstreckt sich rund um den Morichovou-Platz, eingerahmt von den Straßen Tsimiski, Kountourioti, Salaminas und Ioanni Dragoumi. Seinen Namen verdankt das Viertel dem griechischen Wort „ladi“, was Öl bedeutet. Schließlich war die Gegend während der osmanischen Herrschaft und im gesamten 19. Jahrhundert Thessalonikis zentraler Großmarkt für Olivenöl.

Waren wie Olivenöl, Getreide und Gewürze kamen mit Schiffen im angrenzenden Hafen an. Das Viertel entwickelte sich zu einem multikulturellen Handelszentrum, das stark von jüdischen Kaufleuten geprägt war und direkt an das französisch-italienische „Fränkische Viertel“ grenzte.

Dem Großen Brand getrotzt

Während der Großteil der Innenstadt von Thessaloniki nach dem Großen Brand von 1917 am Reißbrett komplett neu geplant wurde, blieb der Kern von Ladadika unversehrt. Diese wundersame Rettung bewahrte das ursprüngliche Straßennetz und den Grundriss der alten Lagerhäuser aus dem 19. Jahrhundert.

Nach dem Ersten Weltkrieg verlagerte sich der Hafenhandel und das Viertel geriet ins Hintertreffen. Es wandelte sich zum Rotlichtbezirk und Bohème-Treffpunkt, eine Ära, die in den 1990er-Jahren den berühmten griechischen Song „Ta Ladadika“ von Marios Tokas und Dimitris Mitropanos inspirierte. In den 1970er-Jahren war das historische Quartier schließlich weitgehend verlassen.

Ein restauriertes Kulturzentrum

1985 stellte das griechische Kulturministerium Ladadika unter Denkmalschutz, verbot Abrisse und sicherte so seinen architektonischen Charakter. In den späten 1980er- und 1990er-Jahren verwandelten Restaurierungsprojekte die verfallenen Backsteinbauten erfolgreich in ein verkehrsberuhigtes Kulturzentrum.

Heute ist das Viertel Thessalonikis erstes Ausgeh- und Gastronomiequartier. Die Kopfsteinpflastergassen werden von leuchtend ockerfarbenen, roten und grünen Klinker- und Putzfassaden gesäumt. In den restaurierten, zwei- bis dreigeschossigen Lagerhäusern befinden sich heute Tische im Freien, traditionelle Tavernen (die sogenannten Ouzerien), Bars und Live-Musik-Lokale. Der Lokallegende nach wurden die Straßen früher mit speziellen Olivenöllampen beleuchtet. Diese stimmungsvolle Atmosphäre lebt heute in den Laternen im Retro-Look weiter, während der Duft traditioneller Meze und die Klänge von Live-Rebetiko-Musik die Gassen erfüllen.

FAQ

Woher hat Ladadika seinen Namen?

Der Name leitet sich vom griechischen Wort „ladi“ ab, was Öl bedeutet. Das erinnert an die Vergangenheit des Viertels als Großmarkt für Olivenöl während der osmanischen Zeit und im 19. Jahrhundert.

Hat Ladadika den Großen Brand von 1917 überstanden?

Ja, im Gegensatz zum Großteil der Innenstadt von Thessaloniki hat der Kern von Ladadika den Großen Brand wie durch ein Wunder unbeschadet überstanden, wodurch das Straßennetz aus dem 19. Jahrhundert erhalten blieb.

Wofür wird Ladadika heute genutzt?

Heute ist Ladadika das wichtigste Ausgeh- und Gastronomieviertel von Thessaloniki mit Fußgängerzonen voller traditioneller Tavernen, Freisitzen und Live-Musik-Lokalen.

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Commons | PLAKLE | CC BY-SA 4.0
PLAKLE | CC BY-SA 4.0

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