Ruinen der Sankt-Georgs-Kathedrale: Geschichte von Stari Bar - Bar
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Ziel

Ruinen der Sankt-Georgs-Kathedrale: Geschichte von Stari Bar

Bar, Montenegro

Die Ruine der Sankt-Georgs-Kathedrale ist ein starkes Symbol für die vielschichtige Geschichte von Stari Bar und spiegelt Jahrhunderte wechselnder Reiche, Religionen und Kulturen wider. Die Überreste, die sich auf dem größeren archäologischen Gelände befinden, erzählen eine Geschichte von architektonischer Pracht, spiritueller Bedeutung und einem dramatischen, unerwarteten Ende.

Antike Ursprünge und Bischofssitz

Der Standort der Kathedrale ist seit über einem Jahrtausend ein Ort von religiöser Bedeutung. Das heute sichtbare Bauwerk wurde ursprünglich im späten 12. Jahrhundert errichtet, folgte aber auf eine noch ältere Kirche, deren Fundamente aus der Zeit zwischen dem 6. und 10. Jahrhundert stammen.

Ihr Bau machte Stari Bar zu einem bedeutenden Bischofssitz. Die Erzdiözese Bar wurde hier 1089 von Papst Gregor VII. gegründet, was die religiöse Autorität der Stadt in der Region festigte. Die Bedeutung der Kathedrale ist auch indirekt mit der Krönung von Mihailo Vojislavljević zum ersten König von Zeta im Jahr 1077 verbunden, ein Schlüsselmoment für die Unabhängigkeit des Fürstentums von der byzantinischen Herrschaft.

Osmanische Umwandlung und Umnutzung

Eine große Wende ereignete sich im 17. Jahrhundert, als das Osmanische Reich, das 307 Jahre lang über Stari Bar herrschte, die Kathedrale in eine Moschee umwandelte. Diese Umwandlung von einem Zentrum des katholischen Erbes in einen islamischen Gebetsort verkörpert die tiefgreifenden politischen und religiösen Veränderungen, die die Stadt durchmachte. Während ihrer Herrschaft entwickelten die Osmanen auch die Infrastruktur der Stadt, indem sie ein Aquädukt und einen Uhrturm errichteten und ihre Rolle als wichtiger Handelsknotenpunkt aufrechterhielten.

Ein verhängnisvoller Blitz aus heiterem Himmel

Das letzte Kapitel der Kathedrale ist ihr überraschendstes. Im späten 19. Jahrhundert, während der osmanischen Besatzung, wurde das Gebäude nicht mehr als Moschee, sondern als Lager für Schießpulver genutzt. Ihre endgültige Zerstörung wurde nicht durch eine Belagerung oder das große Erdbeben von 1979 verursacht, das einen Großteil von Stari Bar beschädigte. Stattdessen entzündete ein Blitzeinschlag während eines Gewitters das gelagerte Schießpulver und verursachte eine katastrophale Explosion, die das Bauwerk in Schutt und Asche legte.

Die Ruinen der Kathedrale heute

Heute ist die Kathedrale des Heiligen Georg ein völlig zerstörtes Bauwerk innerhalb des Freilichtmuseums von Stari Bar. Du kannst die Fundamente und die verbliebenen Mauern frei erkunden und die Ausmaße des ehemaligen mittelalterlichen Gebäudes auf dich wirken lassen. Der Ort ist Teil laufender archäologischer Forschungs- und Konservierungsarbeiten. Nach der Explosion wurden einige Fragmente von Mosaiken und Steinschnitzereien geborgen und in das Denkmal des „Befreiers“ integriert, das 1881 zur Erinnerung an die Befreiung Montenegros von der osmanischen Herrschaft errichtet wurde.

FAQ

Wie wurde die Sankt-Georgs-Kathedrale in Stari Bar zerstört?

Die Kathedrale wurde im späten 19. Jahrhundert durch einen Blitzeinschlag zerstört. Zu dieser Zeit nutzten die Osmanen das Gebäude als Lager für Schießpulver und der Blitz entzündete das Pulver, was zu einer gewaltigen Explosion führte.

War die Sankt-Georgs-Kathedrale schon immer eine Kathedrale?

Nein. Sie wurde zwar im 12. Jahrhundert als Kathedrale erbaut, stand aber auf den Fundamenten einer früheren Kirche. Im 17. Jahrhundert bauten die Osmanen sie in eine Moschee um und später wurde sie vor ihrer Zerstörung als Militärlager genutzt.

Hat das Erdbeben von 1979 die Kathedrale zerstört?

Nein, die Kathedrale war bereits eine Ruine vor dem großen Erdbeben von 1979, das große Teile von Stari Bar verwüstete. Ihre Zerstörung wurde im späten 19. Jahrhundert durch eine Schießpulverexplosion verursacht.

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