Dom zu Bergen: Ein historisches Wahrzeichen Norwegens - Bergen
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Dom zu Bergen: Ein historisches Wahrzeichen Norwegens

Bergen, Norway

Der Dom zu Bergen, auf Norwegisch Domkirken, zeugt von fast neun Jahrhunderten Stadtgeschichte. Seine Steinmauern und die hoch aufragende Turmspitze erzählen von Glaube, Feuer und Widerstandsfähigkeit. Einst als bescheidene Pfarrkirche erbaut, hat er sich zu dem bedeutenden Wahrzeichen entwickelt, das er heute ist.

Eine Geschichte, geschmiedet in Feuer und Glauben

Ursprünglich eine kleine Steinkirche, die dem Heiligen Olav geweiht war, geht der Bau des Doms zu Bergen auf die Zeit um 1150 zurück. Die erste historische Erwähnung der Kirche stammt aus dem Jahr 1181, einer turbulenten Zeit, als die Männer von König Sverre Sigurdsson in ihrem Inneren Zuflucht suchten. Im 13. Jahrhundert übernahmen Franziskanermönche die Kirche und errichteten ein angrenzendes Kloster.

Die Geschichte des Doms ist von einer Reihe verheerender Brände in den Jahren 1248, 1270, 1463 und 1623 geprägt. Nach den Bränden im 13. Jahrhundert stellte König Magnus „der Gesetzverbesserer“ erhebliche Mittel für den Wiederaufbau zur Verfügung, was 1301 zur Weihe als franziskanische Basilika führte. Ein entscheidender Moment war die protestantische Reformation im Jahr 1537, als das Gebäude zum neuen Dom für das Bistum Bjørgvin bestimmt wurde, eine Rolle, die es bis heute innehat.

Architektonische Reise durch die Zeit

Die Architektur des Gebäudes zeigt eine Mischung verschiedener Stile, die seine lange und komplexe Geschichte widerspiegelt. Es begann im romanischen Stil, bei späteren Umbauten wurden gotische Elemente hinzugefügt. Bei einer umfassenden Restaurierung in den 1880er-Jahren unter der Leitung der Architekten Christian Christie und Peter Andreas Blix wurde versucht, dem Dom sein mittelalterliches Aussehen zurückzugeben, indem die Innenausstattung aus der Rokokozeit entfernt wurde.

Eine Kanonenkugel und andere Kuriositäten

Eines der überraschendsten Merkmale des Doms ist eine Kanonenkugel, die sichtlich in der Außenmauer an der Westseite steckt. Sie ist ein Relikt aus der Schlacht von Vågen im Jahr 1665, einem Seegefecht zwischen der britischen und der niederländischen Flotte im Hafen von Bergen. Ein verirrter Schuss traf die Kirche und wurde als historisches Zeugnis im Mauerwerk belassen.

Von 1624 bis 1903 diente der Turm des Doms als wichtiger Posten für die Feuerwächter der Stadt. Sie hielten nach Bränden Ausschau und warteten die Feuerwehrausrüstung. Eine weitere Kuriosität ist das Rätsel um König Magnus „den Gesetzverbesserer“, einen wichtigen Gönner, der angeblich im Chorraum beigesetzt wurde, dessen sterbliche Überreste jedoch nie gefunden wurden.

Bedeutende Persönlichkeiten

Mehrere bedeutende Persönlichkeiten sind mit der Geschichte des Doms verbunden. Gjeble Pederssøn, Bergens erster protestantischer Bischof, erklärte die Kirche nach der Reformation zum neuen Dom und ließ die erste Orgel einbauen. Dorothea Engelbrektsdatter, die als erste Dichterin Norwegens gilt, wird mit einer Gedenktafel im Inneren geehrt. Auf dem Kirchhof befindet sich die letzte Ruhestätte von Johan Nordahl Brun, einem Bischof und Dichter, der das „Bergen-Lied“ verfasste.

Der Dom heute

Der Dom zu Bergen ist nach wie vor eine aktive lutherische Pfarrkirche für das Bistum Bjørgvin. Es finden regelmäßig Gottesdienste statt und er dient als wichtiger kultureller Veranstaltungsort, der für seine außergewöhnliche Akustik bekannt ist. Der Dom beherbergt zahlreiche Konzerte, Orgelabende und Kunstausstellungen und nutzt dafür seine 1997 von Rieger Orgelbau gebaute Orgel. Er ist für Besucher zugänglich und verfügt über einen barrierefreien Eingang mit Rampe und Induktionsschleifen für Hörgeschädigte.

FAQ

Warum steckt eine Kanonenkugel in der Mauer des Doms zu Bergen?

In der Westmauer des Doms steckt eine Kanonenkugel als Relikt der Schlacht von Vågen im Jahr 1665. Ein Schuss aus dem Seegefecht zwischen der englischen und der niederländischen Flotte traf die Kirche und wurde als historisches Zeugnis dort belassen.

Wann wurde der Dom zu Bergen erbaut?

Die Ursprünge des Doms gehen auf die Zeit um 1150 zurück, als er eine kleine Steinkirche namens St.-Olavs-Kirche war. Im Laufe seiner Geschichte wurde er aufgrund von Bränden und Renovierungen viele Male um- und wiederaufgebaut.

Ist der Dom zu Bergen noch eine aktive Kirche?

Ja, er ist eine aktive lutherische Pfarrkirche des Bistums Bjørgvin. Es finden regelmäßig Gottesdienste statt und er dient auch als bedeutender kultureller Veranstaltungsort für Konzerte und Events.

Welche Bedeutung hat König Magnus „der Gesetzverbesserer“ für den Dom?

König Magnus „der Gesetzverbesserer“ war ein bedeutender Gönner, der den Wiederaufbau der Kirche nach den verheerenden Bränden im 13. Jahrhundert finanzierte. Man nimmt an, dass er im Chorraum der Kirche beigesetzt wurde, seine sterblichen Überreste wurden jedoch nie gefunden.

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