Rosenkrantzturm: Bergens historische Festung - Bergen
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Rosenkrantzturm: Bergens historische Festung

Bergen, Norway

Vor dir siehst du den imposanten Rosenkrantzturm, ein bedeutendes Verteidigungsbauwerk, dessen mächtige Steinmauern seit Jahrhunderten über den Hafen von Bergen wachen. Als integraler Bestandteil der Festung Bergenhus erzählt die vielschichtige Architektur des Turms die Geschichte der Entwicklung Bergens von Norwegens mittelalterlicher Hauptstadt zu einer Stadt unter dänischer Herrschaft.

Mittelalterliche Ursprünge

Die Geschichte des Turms beginnt in den 1270er Jahren mit einem mittelalterlichen Wohnturm, erbaut von König Magnus dem Gesetzesverbesserer. Er war Teil der königlichen Burganlage zu einer Zeit, als Bergen die Hauptstadt Norwegens war. Der Turm diente als königliche Residenz und beherbergte König Eirik Magnusson, den letzten König, der bis zu seinem Tod im Jahr 1299 in Bergen Hof hielt.

Umbau in der Renaissance

Um 1520 wurde das Bauwerk von Jørgen Hanssøn verstärkt, aber seine bedeutendste Umgestaltung fand in den 1560er Jahren statt. Erik Rosenkrantz, der dänische Gouverneur der Festung Bergenhus, ließ den Turm umfassend erweitern und gab ihm so seine heutige Renaissance-Form und seinen Namen. Die von schottischen Steinmetzen und Architekten durchgeführten Arbeiten schufen ein einzigartiges Bauwerk, das Wohnräume für den Gouverneur, berüchtigte Verliese im Erdgeschoss und strategische Kanonenstellungen im obersten Stockwerk miteinander verband. Dieser Ausbau symbolisierte die wachsende Kontrolle Dänemarks über Norwegen. Das Adelsgeschlecht Rosenkrantz ist auch durch William Shakespeares ‚Hamlet‘ bekannt, in dem eine Figur namens Rosencrantz vorkommt.

Eine bewegte spätere Geschichte

Von den 1740er Jahren bis in die 1930er Jahre diente der Rosenkrantzturm einem neuen Zweck als Pulvermagazin. Sein dramatischstes Ereignis der Neuzeit fand am 20. April 1944 während des Zweiten Weltkriegs statt. Ein Munitionsschiff explodierte im Hafen von Bergen und verursachte schwere Schäden am historischen Turm. Nach dem Krieg wurden umfassende Restaurierungsarbeiten durchgeführt und der Turm wurde 1966 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Der Turm heute

Heute dient der Rosenkrantzturm als Museum und Touristenattraktion. Während das umliegende Gelände der Festung Bergenhus frei zugänglich ist, wird für den Eintritt in den Turm eine Eintrittskarte benötigt. Besucher können Räume mit Ausstellungen über das mittelalterliche Leben und die Geschichte des Turms erkunden. Wenn du die engen, dunklen und unebenen Treppen hinaufsteigst, ein Zeugnis seiner ursprünglichen Funktion als Festung, gelangst du auf das Dach, das einen Panoramablick über Bergen und seinen Hafen bietet.

FAQ

Wann wurde der Rosenkrantzturm gebaut?

Der Rosenkrantzturm entstand in den 1270er Jahren als mittelalterlicher Wohnturm, erbaut von König Magnus dem Gesetzesverbesserer. In den 1560er Jahren wurde er von Erik Rosenkrantz umfassend umgebaut und zu seiner heutigen Form erweitert.

Warum heißt er Rosenkrantzturm?

Der Turm ist nach Erik Rosenkrantz benannt, dem dänischen Gouverneur der Festung Bergenhus von 1560 bis 1568, der seinen umfassenden Ausbau in Auftrag gab und ihn als seine Residenz nutzte.

Was geschah mit dem Rosenkrantzturm während des Zweiten Weltkriegs?

Der Turm wurde am 20. April 1944 schwer beschädigt, als während der deutschen Besatzung ein Munitionsschiff im Hafen von Bergen explodierte. Er wurde nach dem Krieg restauriert und 1966 wiedereröffnet.

Kann man den Rosenkrantzturm von innen besichtigen?

Ja, der Rosenkrantzturm ist ein öffentlich zugängliches Museum. Besucher benötigen eine Eintrittskarte für den Turm, wo sie seine historischen Räume erkunden und auf das Dach steigen können, um die Aussicht auf den Hafen zu genießen.

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