Pestsäule Immaculata in Košice - Kosice
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Pestsäule Immaculata in Košice

Kosice, Slovakia

Die Skulptur Immaculata, eine geschichtsträchtige Pestsäule, ist ein Denkmal des Überlebens. Errichtet zum Dank an die Jungfrau Maria für das Ende einer verheerenden Epidemie, zählt sie bis heute zu den prägendsten barocken Wahrzeichen von Košice.

Ein Denkmal der Dankbarkeit

Zwischen 1709 und 1711 wurde Košice von einer schweren Pestepidemie heimgesucht, begleitet von Hungersnot und großem Elend. Nach dem Ende der Seuche gaben die überlebenden Bürger und die Stadtobrigkeit das 14 Meter hohe Mariendenkmal als Zeichen religiöser Hingabe in Auftrag. Die zwischen 1720 und 1723 erbaute Steinsäule wird von einer beeindruckenden vergoldeten Statue der Jungfrau Maria gekrönt, die von zwölf Sternen umgeben ist.

Vom Richtplatz zur spirituellen Wiedergeburt

Der Standort des Denkmals ist zutiefst symbolisch: Die Säule wurde ganz bewusst exakt dort errichtet, wo zuvor Schafott und Galgen der mittelalterlichen Stadt standen. Diese Entscheidung verwandelte einen Ort, der historisch mit Tod und Strafe verknüpft war, in ein kraftvolles Symbol des Überlebens und des spirituellen Schutzes. Und für noch mehr Mystik sorgt der Volksglaube: Angeblich ruhen im Inneren oder unter dem Fundament des Denkmals Reliquien des heiligen Valentin.

Künstlerische Vision und Erhalt

Der Entwurf der Immaculata stammt von Baumeister Tomáš Tornyosi, die plastischen Hauptarbeiten von Šimon Grimming. Der Goldschmied Juraj Immerwohl schuf die ursprünglichen vergoldeten Kupferreliefs der Säule mit ihren Allegorien von Pest, Krieg und Hunger. Im 19. Jahrhundert wurden diese Originale zum Schutz abmontiert. Sie befinden sich heute im Ostslowakischen Museum und wurden an der Säule durch Kopien von Stanislav Kožela ersetzt.

Der Ort entwickelte sich weiter, als der Bildhauer Leopold Hild 1909 eine dekorative Steineinfassung und umgebende Statuen hinzufügte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Säule zwischen 1949 und 1951 vom Bildhauer Vojtech Löffler umfassend saniert und Anfang der 1970er Jahre erneut restauriert. Eine weitere Restaurierung schloss Ľubomír Kus zwischen 1996 und 1998 ab.

Das Herz der Hlavná ulica

Heute bildet die Pestsäule das Herzstück der Fußgängerzone auf der Hlavná ulica. Sie ist ein zentrales historisches Wahrzeichen, das weitere Highlights wie den Dom der Heiligen Elisabeth und das Staatstheater Košice verbindet. Über ihre historische Bedeutung hinaus dient die umgebende Parkanlage als lebendiger Treffpunkt: Hier stehen jedes Jahr der große Weihnachtsbaum von Košice, die Festmärkte und Bühnen für Freiluftauftritte.

FAQ

Warum wurde die Pestsäule in Košice errichtet?

Das Denkmal wurde von den überlebenden Bürgern und der Stadtobrigkeit in Auftrag gegeben, um für das Ende einer verheerenden Pestepidemie, Hungersnot und Notzeit zu danken, die die Stadt zwischen 1709 und 1711 heimsuchte.

Wo befindet sich die Skulptur Immaculata?

Sie steht in einer kleinen Parkanlage an der Fußgängerzone der Hlavná ulica in Košice. Die Säule wurde ganz bewusst direkt auf dem Platz des ehemaligen mittelalterlichen Galgens der Stadt errichtet.

Sind die Kupferreliefs an der Säule Originale?

Nein, die ursprünglichen vergoldeten Kupferreliefs mit Allegorien von Pest, Krieg und Hunger wurden im 19. Jahrhundert aus Konservierungsgründen abmontiert. Sie befinden sich heute im Ostslowakischen Museum und wurden an der Säule durch Kopien von Stanislav Kožela ersetzt.

Welche lokale Legende rankt sich um die Pestsäule?

Der lokalen Überlieferung nach sollen im Inneren oder unter dem Fundament des Denkmals Reliquien des heiligen Valentin ruhen.

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