Nova Gradska džamija: Konjics moderne Moschee - Konjic
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Ziel

Nova Gradska džamija: Konjics moderne Moschee

Konjic, Bosnia-and-herzegovina

Ein modernes Wahrzeichen an der Neretva

Die Gradska džamija Konjic, meist einfach Nova gradska džamija (Neue Stadtmoschee) genannt, steht am rechten Ufer der Neretva direkt am Trg državnosti. Als moderner Fixpunkt im Geschäfts- und Stadtzentrum von Konjic bringt der Komplex zeitgenössische islamische Architektur in einen Stadtkern, der jahrhundertelang von historischem Erbe geprägt war. Zur Anlage gehören ein markanter Hauptgebetssaal, ein integriertes Bildungszentrum und ein schlankes, hoch aufragendes Minarett. Direkt am Flussufer hebt sich die strahlend weiße Fassade deutlich von den steilen, kiefernbewachsenen Berghängen des Tals ab, während der Ruf des Ezān über den Fluss hallt.

Das Ende einer vierhundertjährigen Pause

Für Konjics Architekturgeschichte ist die Moschee ein Meilenstein. Vor ihrer Fertigstellung waren rund 400 bis 450 Jahre vergangen, seit im Stadtkern zuletzt eine neue Moschee errichtet worden war. Die bekannten historischen Wahrzeichen wie die Repovačka-, die Čaršijska- und die Tekijska-Moschee stammen allesamt aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Für die Gemeinde und religiöse Würdenträger war der Bau deshalb ein echtes Generationenprojekt, das Konjics osmanische Vergangenheit mit der modernen Gegenwart verknüpft.

Der Startschuss fiel 2007 mit der Grundsteinlegung, 2009 begannen die Rohbauarbeiten. Im Sommer 2015 versammelte sich die Gemeinde erstmals zum Gebet, bevor am 24. April 2016 die feierliche Eröffnung folgte. Der Autor Esad Bajić dokumentierte das Bauprojekt, die Spendenkampagnen und das Stifterverzeichnis (Vakifs) 2017 in seiner Monografie Gradska džamija u Konjicu.

Lokale Wurzeln und weltweiter Rückhalt

Dass die Nova gradska džamija Wirklichkeit werden konnte, lag am enormen Engagement der Bevölkerung vor Ort, unterstützt durch internationale Förderer. Tausende Einwohner, lokale Betriebe und städtische Institutionen steuerten Spenden bei. Als Würdigung dieser gemeinsamen Kraftanstrengung wurde der symbolische Schlüssel zur Eröffnung 2016 dem lokalen Geschäftsmann Enver Bećirović überreicht, der ihn stellvertretend für alle Spender der Stadt entgegennahm.

Auch internationale Zuwendungen spielten eine entscheidende Rolle. Beträchtliche Summen flossen aus Katar und Kuwait, wobei Kuwait über das Center for Inter-civilizational Dialogue und die Al-Najat Charity allein 870.000 BAM beisteuerte.

Religiöses Zentrum und bürgerlicher Treffpunkt

Heute dient die Nova gradska džamija als zentrale sunnitische Gemeindemoschee des modernen Konjic. Im Sommer 2015 richtete die Islamische Gemeinschaft für die Moschee einen eigenständigen Bezirk (Džemat) ein, der aus dem historischen Repovačka-Bezirk herausgelöst wurde. Zu diesem Einzugsgebiet gehören mehrere umliegende Viertel wie Trešanica, Luka, Centar und Donje Selo.

Neben den täglichen Gebeten, dem Freitagsgebet (Dschum'a) und den abendlichen Zusammenkünften im Ramadan beherbergt der Komplex ein Bildungszentrum (Mektepski centar) für den Religionsunterricht von Kindern und Jugendlichen. Verwaltet wird die Moschee von der Islamischen Gemeinschaft Konjic (Medžlis IZ Konjic) und dient darüber hinaus regelmäßig als Ort für gesellschaftliche Treffen und offizielle Anlässe.

FAQ

Wann wurde die Nova Gradska džamija in Konjic erbaut?

Die Grundsteinlegung fand 2007 statt, die eigentlichen Bauarbeiten begannen 2009. Erste reguläre Gebete wurden im Sommer 2015 abgehalten, bevor am 24. April 2016 die offizielle Eröffnung gefeiert wurde.

Warum gilt diese Moschee als historischer Meilenstein für Konjic?

Sie war die erste neue Moschee im Stadtkern von Konjic seit rund 400 bis 450 Jahren. Damit endete eine Pause, die bis zu den osmanischen Bauten des 16. und 17. Jahrhunderts zurückreichte.

Wie wurde der Bau der Moschee finanziert?

Die Finanzierung beruhte auf Spenden aus der Bevölkerung, von lokalen Betrieben und städtischen Einrichtungen, kombiniert mit beträchtlichen Zuwendungen aus Katar und Kuwait. Allein 870.000 BAM steuerte Kuwait über das Center for Inter-civilizational Dialogue und die Al-Najat Charity bei.

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