Siete Diablitos: Cuscos legendäre Teufelsgasse - Cusco
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Siete Diablitos: Cuscos legendäre Teufelsgasse

Cusco, Peru

Im Herzen von Cuscos historischem Viertel San Blas liegt Siete Diablitos, eine enge, kopfsteingepflasterte Gasse, die für ihren malerischen Charme und ihre bunte Folklore bekannt ist. Diese Straße verkörpert die einzigartige Mischung der Stadt aus dem Erbe der Inka und der Spanier, mit Häusern im Kolonialstil, geschnitzten Holzbalkonen und spanischen Türen, die auf originalen Inka-Fundamenten errichtet wurden.

Die Legende der sieben kleinen Teufel

Der Name der Straße, der „Sieben kleine Teufel“ bedeutet, geht auf eine beliebte lokale Legende zurück, die in der mündlichen Überlieferung verwurzelt ist. Während der Kolonialzeit wurde die abgelegene Gasse zu einem heimlichen Treffpunkt für junge Paare, die ungestört sein wollten. Der Geschichte nach erschienen sieben schelmische Geister, oder „Diablitos“, um die Liebenden zu verführen und ihre Romanzen und Leidenschaften zu entfachen.

Diese Gestalten wurden nicht als dämonisch im religiösen Sinne angesehen, sondern als schurkenhafte Geister, die in der andinen Weltanschauung für Jugend, Verlangen und die menschliche Versuchung standen. Die Begegnungen in der Gasse führten manchmal zu dem, was die Einheimischen umgangssprachlich als „domingo 7“ (Sonntag 7) bezeichneten, ein Euphemismus für eine unerwartete Schwangerschaft.

Eine Mischung aus Inka- und Kolonialgeschichte

Die Siete Diablitos entstand während der Kolonialzeit als Teil der städtischen Umgestaltung von Cusco. Sie befindet sich im Viertel San Blas, das zur Zeit des Inkareichs als T'oqokachi bekannt war. Dieses Gebiet war ein wichtiges Wohnzentrum für Handwerker und Architekten. Nach der spanischen Eroberung wurden auf dem bestehenden Mauerwerk der Inka neue Kolonialbauten errichtet, wodurch die unverwechselbare „Mestizo“-Architektur entstand, die heute im ganzen Viertel und entlang dieser Gasse sichtbar ist.

Die Bedeutung der Zahl Sieben

Die Siete Diablitos ist eine von mehreren Straßen in Cusco, deren Name die Zahl Sieben enthält, die in der Kosmovision der Inka als heilig galt und mit dem Regenbogen in Verbindung gebracht wird. Andere ähnlich benannte Straßen sind Siete Angelitos (Sieben kleine Engel), Siete Culebras (Sieben Schlangen) und Siete Ventanas (Sieben Fenster), jede mit ihren eigenen, einzigartigen Geschichten und Legenden, die fest mit der Stadt verwoben sind.

Die Siete Diablitos heute

Heute ist die Siete Diablitos eine rätselhafte und malerische Ecke von Cusco, die oft bei Stadtführungen besucht wird. Die Straße bewahrt eine Bohème-Atmosphäre und dient als Treffpunkt für lokale Künstler. Besucher finden hier Kunstgalerien, Kunsthandwerksläden und Ateliers, die sowohl traditionelle als auch zeitgenössische Kunst zeigen. Kleine Restaurants und Cafés entlang der Gasse bieten ebenfalls regionale Gerichte an und ermöglichen so ein einzigartiges kulinarisches Erlebnis, bei dem Geschichte und Alltag miteinander verschmelzen.

FAQ

Warum heißt die Straße Siete Diablitos (Sieben kleine Teufel)?

Der Name stammt von einer lokalen Legende über sieben schelmische, schurkenhafte Geister, die erschienen, um junge Paare zu verführen, die sich heimlich in der Gasse trafen. Diese „Teufel“ standen in der andinen Weltanschauung für Leidenschaft und Verlangen, nicht für das Böse.

Was bedeutet „domingo 7“ im Zusammenhang mit Siete Diablitos?

„Domingo 7“ (Sonntag 7) war ein umgangssprachlicher Ausdruck und ein Euphemismus für unerwartete Schwangerschaften, die manchmal aus den heimlichen romantischen Treffen in der Gasse resultierten. Man sagte, die „sieben kleinen Teufel“ hätten dazu ermutigt.

Welchen Architekturstil findet man in der Siete Diablitos?

Die Straße weist einen „Mestizo“-Baustil auf, der typisch für Cuscos Stadtteil San Blas ist. Sie hat Häuser aus der Kolonialzeit mit geschnitzten Holzbalkonen und spanischen Türen, die auf früheren Inka-Steinfundamenten errichtet wurden.

Ist die Siete Diablitos die einzige Straße in Cusco, die die Zahl Sieben im Namen trägt?

Nein, sie ist eine von mehreren Straßen, deren Namen die Zahl Sieben enthalten, die in der Kultur der Inka eine wichtige Rolle spielt. Andere Beispiele sind Siete Angelitos (Sieben kleine Engel), Siete Culebras (Sieben Schlangen) und Siete Ventanas (Sieben Fenster).

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