Stein der zwölf Ecken: Cuscos Wunderwerk der Inka-Steinmetzkunst - Cusco
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Ziel

Stein der zwölf Ecken: Cuscos Wunderwerk der Inka-Steinmetzkunst

Cusco, Peru

Eingebettet in eine alte Mauer in der Straße Hatun Rumiyoc in Cusco, ist der Stein der zwölf Ecken ein Zeugnis der Präzision und Kunstfertigkeit der Inka-Steinmetzkunst. Dieser einzelne, massive Block aus grünem Diorit ist ein herausragendes Beispiel für polygonales Mauerwerk und ein mächtiges Symbol der peruanischen Kulturidentität.

Eine in Stein gemeißelte Geschichte

Der Stein der zwölf Ecken war ursprünglich Teil der Mauer von Hatun Rumiyoc, die einst den Palast von Inka Roca, dem sechsten Herrscher des Inkareichs, bildete. Vor über 700 Jahren im 14. Jahrhundert gehauen und gesetzt, unterstrichen der Stein und der Palast die Autorität und den Status des Herrschers zu einer Zeit, als Cusco das politische und spirituelle Herz der Anden war. Nach der spanischen Eroberung im 16. Jahrhundert wurde auf den widerstandsfähigen Fundamenten des Palastes ein Kolonialgebäude errichtet. Dieses Gebäude wurde später, im frühen 20. Jahrhundert, zum Erzbischöflichen Palast.

Meisterwerk der Inka-Ingenieurskunst

Der Stein ist ein monumentaler Block aus magmatischem Gestein, etwa einen Meter hoch und über sechs Tonnen schwer. Er ist das perfekte Beispiel für die mörtellose Bautechnik der Inka. Die Inka-Steinmetze formten die Blöcke mit Schlagsteinen und durch geduldiges Abschleifen so präzise, dass nicht einmal ein Blatt Papier dazwischen passt. Diese Methode des Trockenmauerwerks schuf flexible, erdbebensichere Strukturen. Bekanntlich hat der Stein der zwölf Ecken die schweren Erdbeben, die Cusco in den Jahren 1650, 1950 und 1986 erschütterten, unbeschadet überstanden.

Ein Symbol Cuscos

1982 zum nationalen Kulturdenkmal erklärt, hat der Stein der zwölf Ecken einen tiefen kulturellen und symbolischen Wert. Man glaubt, dass er die Aufteilung der 24 Adelsfamilien von Cusco darstellt und damit das Streben der Inka nach Harmonie und Gleichgewicht verkörpert. Heute ist er ein ikonisches Symbol des Lokalstolzes und erscheint auf den Logos von Institutionen, in Touristenbroschüren und sogar auf der peruanischen Währung. Obwohl er der berühmteste ist, ist er nicht der einzige seiner Art; es gibt in der Region auch andere Steine mit bis zu 32 Ecken.

Der Stein heute

Heute ist der Stein eine bekannte Sehenswürdigkeit in der belebten Straße Hatun Rumiyoc und Teil der Außenmauer des Erzbischöflichen Palastes und des Museums für religiöse Kunst. Er ist für die Öffentlichkeit rund um die Uhr frei zugänglich und eine der Haupttouristenattraktionen. Die Straße selbst ist eine lebhafte Gegend mit Kunsthandwerksläden, Cafés und Galerien. Um seine Erhaltung zu gewährleisten, ist das Berühren des Steins verboten, und Wachpersonal achtet darauf, dass diese Regel eingehalten wird.

FAQ

Wie errichteten die Inka die Mauer mit dem Stein der zwölf Ecken ohne Mörtel?

Die Inka-Steinmetze formten die Blöcke mit Schlagsteinen und durch geduldiges Abschleifen. Sie fügten sie so präzise ineinander, dass kein Mörtel nötig war und nicht einmal ein Blatt Papier dazwischen passt. Diese Technik machte die Mauern erdbebensicher.

Wo befindet sich der Stein der zwölf Ecken?

Der Stein ist in eine alte Inka-Mauer in der Straße Hatun Rumiyoc in Cusco, Peru, eingelassen. Diese Mauer bildet heute das Fundament des Erzbischöflichen Palastes und des Museums für religiöse Kunst.

Warum ist der Stein der zwölf Ecken berühmt?

Er ist berühmt als Paradebeispiel für das polygonale Mauerwerk der Inka, das eine unglaubliche Präzision und Ingenieurskunst beweist. Außerdem hat er bekanntermaßen schweren Erdbeben standgehalten und ist ein mächtiges Symbol für das Kulturerbe Cuscos.

Woraus besteht der Stein der zwölf Ecken?

Der Stein ist ein massiver Block aus grünem Diorit, einer Art magmatischem Gestein. Er wiegt über sechs Tonnen, ist etwa einen Meter hoch und knapp zwei Meter tief.

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