Ernest-Hemingway-Skulptur in Ronda: Denkmal an der Felskante - Ronda
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Ernest-Hemingway-Skulptur in Ronda: Denkmal an der Felskante

Ronda, Spain

Das Denkmal für Ernest Hemingway

Hoch über den senkrechten Felsen der Tajo-Schlucht erinnert ein Denkmal an den US-Schriftsteller Ernest Hemingway und seine enge Bindung an Ronda. Direkt hinter der historischen Stierkampfarena Plaza de Toros, am Paseo de Blas Infante, ragt das Werk empor: ein 2,5 Meter hohes Bronzerelief auf lokalem Arroyo-del-Toro-Stein. Geschaffen hat die Büste der sevillanische Künstler Paco Parra, feierlich enthüllt wurde sie im September 2015.

Die Skulptur ist ein dauerhaftes Zeichen für Hemingways Verwurzelung mit der Stadt. 1996 ernannte der Stadtrat von Ronda sowohl Hemingway als auch den US-Regisseur Orson Welles posthum zu Ehrenbürgern (Hijos Adoptivos).

Hemingways literarische Verbindung zu Ronda

Hemingway reiste 1923 zum ersten Mal nach Ronda, der Auftakt zu einer lebenslangen Faszination für die Stadt und ihre legendären Stierkampfdynastien. In seinem 1932 veröffentlichten Werk Tod am Nachmittag pries er Ronda als idealen Ort für eine Corrida und schwärmte von ihrem Charme als romantische Zuflucht.

Rondas dramatische Landschaft prägte auch Hemingways Romane. Im zehnten Kapitel seines Werks Wem die Stunde schlägt von 1940 schildert er eine beklemmende Szene: Dorfbewohner richten Anhänger der Faschisten hin, indem sie sie von einer steilen Klippe in den Abgrund stürzen. Diese fiktive Episode greift direkt die schwindelerregende Topografie der Tajo-Schlucht und reale Morde auf, die sich 1936 während des Spanischen Bürgerkriegs in Ronda ereigneten. Jahrzehnte später, im Jahr 1959, kehrte Hemingway in die Stadt zurück, um das Stierkampfduell zwischen Antonio Ordóñez und Luis Miguel Dominguín zu begleiten, verewigt in Gefährlicher Sommer.

Der Paseo de Blas Infante und seine Wahrzeichen

Hemingways Skulptur steht am Paseo de Blas Infante, einer reinen Fußgängerpromenade an der Felskante, benannt nach dem andalusischen Schriftsteller und Politiker Blas Infante (1885 bis 1936). Mitten im Viertel Mercadillo gelegen, verbindet dieser begrünte Weg die Plaza de Toros mit der Puente Nuevo, dem Parador und den Gärten der Alameda del Tajo.

Entlang der Promenade finden sich weitere historische und künstlerische Denkmäler, darunter eine Hommage an Blas Infante und eine an Orson Welles. Zur architektonischen Nachbarschaft gehören ein kunstvoll verzierter Musikpavillon aus Eisen, das Stadttheater Vicente Espinel und das Freiluft-Amphitheater Auditorio Blas Infante, das unmittelbar am Abgrund liegt und Schauplatz von Events wie dem jährlichen Pueblos Blancos Music Festival ist.

In den Gärten versteckt sich die Glorieta de Miki Haruta: Eine 2003 angebrachte Gedenktafel und eine japanische Zierkirsche direkt an der Klippe markieren den Ort, an dem die Asche des japanischen Aquarellmalers Miki Haruta (1924 bis 1995) ruht. Die vergitterten Aussichtspunkte der Promenade ragen über 100 bis 200 Meter tiefe Abgründe hinaus. Vor Ort tragen sie den Spitznamen El Balcón del Coño, nach dem unwillkürlichen spanischen Fluch, der Besuchern entfährt, sobald sie über die Brüstung direkt in den Abgrund blicken.

FAQ

Wer hat die Ernest-Hemingway-Skulptur in Ronda geschaffen?

Die 2,5 Meter hohe Bronzereliefbüste wurde vom sevillanischen Bildhauer Paco Parra aus Arroyo-del-Toro-Stein geschaffen und im September 2015 feierlich enthüllt.

Wie hat Ronda Hemingways Roman »Wem die Stunde schlägt« inspiriert?

Kapitel 10 von »Wem die Stunde schlägt« schildert eine Hinrichtungsszene, bei der Menschen von einer Klippe gestürzt werden. Die Szene ist den steilen Felswänden der Tajo-Schlucht von Ronda und realen Ereignissen aus dem Spanischen Bürgerkrieg von 1936 nachempfunden.

Welchen Ehrentitel verlieh die Stadt Ronda Hemingway im Jahr 1996?

Der Stadtrat von Ronda ernannte Ernest Hemingway 1996 posthum zum Ehrenbürger (*Hijo Adoptivo*) der Stadt, eine Auszeichnung, die auch Orson Welles zuteilwurde.

Warum heißt der nahe gelegene Aussichtspunkt »El Balcón del Coño«?

Die frei auskragenden, vergitterten Balkone verdanken ihren Spitznamen dem unwillkürlichen spanischen Fluch, der Besuchern reflexartig entfährt, wenn sie an die Brüstung treten und senkrecht in die Schlucht hinunterblicken.

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