Fyndon's Gate: Geschichte eines Abteitorhauses - Canterbury
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Fyndon's Gate: Geschichte eines Abteitorhauses

Canterbury, United-kingdom

Bestaune das Fyndon's Gate, auch bekannt als das große Tor der Abtei St. Augustinus, ein imposanter mittelalterlicher Eingang, der die Pracht der dahinterliegenden Abtei erahnen lässt. Dieses historische Bauwerk in Canterbury diente als ursprüngliches Torhaus des Benediktinerklosters, das 598 n. Chr. gegründet wurde.

Bau und Gestaltung

Das Torhaus wurde zwischen 1301 und 1309 unter der Leitung von Abt Fyndon wiederaufgebaut. Im Jahr 1300 erwirkte der Abt eine Urkunde zur Vergrößerung des großen Klosterhofs und erhielt 1309 von König Eduard II. die Erlaubnis, das Tor mit Zinnen zu versehen.

Die Architektur des Tors ist bemerkenswert für seine zwei achteckigen Türme, einen Spitzbogen, Maßwerkfenster und baldachinbekrönten Nischen. Sein verzierter Zinnenkranz wurde beschrieben als „wie feinste Spitze aus Stein“.

Ein Gemach für gekrönte Häupter

Das Gemach über dem Tor diente als Paradeschlafzimmer des Klosters und beherbergte mehrere königliche Persönlichkeiten. 1625 übernachteten König Karl I. und Königin Henrietta Maria nach ihrer Hochzeit in der Kathedrale von Canterbury in dem Gemach.

Später, im Jahr 1660, nächtigten König Karl II. und seine Brüder, die Herzöge von York und Gloucester, auf ihrem Weg nach London nach der Restauration der Monarchie in dem Torhaus. Angeblich soll hier auch einst Königin Elisabeth I. übernachtet haben.

Vom Kloster zur Brauerei

Nach der Auflösung der Abtei St. Augustinus im Jahr 1538 wurde das Torhaus für weltliche Zwecke umgenutzt. Es wurde in eine Brauerei umgewandelt, die das „St. Augustinus Bier“ herstellte. Während dieser Zeit soll das einst königliche Gemach für Hahnenkämpfe genutzt worden sein und ein anderer Teil des Gebäudes diente als Ballspielplatz. Der Dampf des Brauprozesses soll die bemalte Decke des Gemachs „jämmerlich verunstaltet“ haben.

Widerstandsfähigkeit und heutige Nutzung

Fyndon's Gate hat eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit bewiesen. 1942 wurde es bei deutschen Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und musste wiederaufgebaut werden. Diese Restaurierungsarbeiten sind an einigen Stellen des Mauerwerks sichtbar, das im Vergleich zur ursprünglichen Bausubstanz eine leicht andere Farbe aufweist.

Heute dient Fyndon's Gate als Haupteingang zum Gelände der King's School, die an das Abteigelände angrenzt. Das historische Gemach über dem Eingang wird nun von der Schule zu Unterrichtszwecken genutzt.

FAQ

Wann wurde Fyndon's Gate gebaut?

Fyndon's Gate wurde zwischen 1301 und 1309 von Abt Fyndon wiederaufgebaut. Im Jahr 1309 erteilte König Eduard II. die Erlaubnis, das Bauwerk mit Zinnen zu versehen.

Haben im Fyndon's Gate auch gekrönte Häupter übernachtet?

Ja, das Gemach über dem Tor war ein Paradeschlafzimmer. Es beherbergte 1625 König Karl I. und Königin Henrietta Maria sowie 1660 König Karl II. mit seinen Brüdern. Auch Königin Elisabeth I. soll dort übernachtet haben.

Was geschah mit dem Fyndon's Gate nach der Auflösung der Abtei?

Nach der Auflösung der Abtei im Jahr 1538 wurde das Torhaus in eine Brauerei umgewandelt. Das Paradeschlafzimmer wurde Berichten zufolge für Hahnenkämpfe und ein anderer Teil als Ballspielplatz genutzt.

Wofür wird Fyndon's Gate heute genutzt?

Heute ist Fyndon's Gate der Haupteingang zum Gelände der King's School in Canterbury. Das Gemach über dem Tor wird von der Schule für den Unterricht genutzt.

Tours featuring Fyndon's Gate (Das große Tor der Abtei St. Augustinus)

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