Place des Quatre-Dauphins in Aix-en-Provence - Aix-en-provence
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Ziel

Place des Quatre-Dauphins in Aix-en-Provence

Aix-en-provence, France

Das Herz des Quartier Mazarin

Die Place des Quatre-Dauphins liegt an der Kreuzung von Rue Cardinale und Rue du Quatre-Septembre in Aix-en-Provence. Mitte des 17. Jahrhunderts entworfen, bildet der Platz das Herzstück des Quartier Mazarin. In den Jahren 1645 und 1646 sicherte sich Erzbischof Michel Mazarin die königliche Erlaubnis von Ludwig XIV., die südlichen mittelalterlichen Stadtmauern niederzureißen und die Stadt nach Süden hin großzügig zu erweitern.

Ganz im Gegensatz zum verwinkelten, krummen Gassengewirr des mittelalterlichen Aix planten der Architekt Jean Lombard und der Bauunternehmer Henri Hervard d’Hevinquem das neue Viertel nach einem strengen geometrischen Raster. Heute verbindet der beschauliche Platz die lebhafte Flaniermeile des Cours Mirabeau mit kulturellen Höhepunkten in der Nachbarschaft, darunter das Musée Granet und die Kirche Saint-Jean-de-Malte.

Die Ursprünge des Delfinbrunnens

Ursprünglich als Place Saint-Michel oder Place Mazarine getauft, sollte der Platz eigentlich ein Denkmal zu Ehren des Bruders des Erzbischofs erhalten: Kardinal Jules Mazarin. Doch das Vorhaben stieß bei den örtlichen Adligen und Ratsherren auf erbitterten Widerstand. Nach Michel Mazarins Tod im Jahr 1648 wurde der Plan für dieses persönliche Denkmal schließlich begraben.

1667 gab die Stadt stattdessen ein Monument für die Allgemeinheit in Auftrag: die Fontaine des Quatre-Dauphins, geschaffen vom einheimischen Bildhauer Jean-Claude Rambot. Der Brunnen beflügelte sofort die Fantasie der Menschen, und weil im Alltag bald jeder nur noch von seinen Delfinen sprach, wurde der Platz kurzerhand auch offiziell nach ihnen umbenannt.

Barocke Ingenieurskunst und Symbolik

Aus heimischem Calissanne-Kalkstein gemeißelt und mit einem runden Becken aus Sainte-Baume-Stein versehen, wurde dieser Barockbrunnen mit erstaunlichem Weitblick für den Verkehr konstruiert. Er war der erste Brunnen in Aix-en-Provence, der rundum freistehend gebaut wurde, damit Pferdekutschen problemlos um ihn herumzirkeln konnten, gewissermaßen als barocker Kreisverkehr der ersten Stunde.

Vier wasserspeiende Delfine tragen den zentralen Obelisken. Jeder von ihnen blickt exakt in eine der vier Himmelsrichtungen und unterstreicht damit das strenge Schachbrettmuster der umliegenden Straßen. Die Spitze des Obelisken erlebte im Lauf der Jahrhunderte ein ständiges Wechselspiel: Auf eine Statue des Erzengels Michael folgte die königliche Lilie, dann ein Malteserkreuz, bis man sie schließlich mit einem gemeißelten Pinienzapfen aus Stein krönte.

Herrschaftliche Stadtpalais und die Atmosphäre heute

Vier symmetrisch angeordnete Hôtels particuliers aus dem 17. Jahrhundert rahmen den Platz ein. Zu ihnen gehört das an der Nordostecke gelegene Hôtel de Boisgelin, das der Architekt Pierre Pavillon um 1655 schuf. Früher war der Ort übrigens auch für einen gigantischen Zürgelbaum mit stolzen 4,8 Metern Stammumfang bekannt, den die Naturforscher Jean-Baptiste Lamarck und Augustin-Pyrame de Candolle noch ausführlich beschrieben, bevor er 1860 gefällt wurde.

Seit 1905 steht der Brunnen als Monument historique unter Denkmalschutz und wurde 2015 von der Stadt umfassend restauriert. Schaufenster oder Cafés sucht man hier vergebens, in den Adelspalais residieren heute Privatleute, Arztpraxen und Anwaltskanzleien. Noch immer rollen Autos im Schritttempo um das Becken, während an dieser friedlichen Kreuzung das stetige Plätschern der Delfine den Ton angibt.

FAQ

Wer hat die Fontaine des Quatre-Dauphins entworfen?

Der Brunnen wurde von dem einheimischen Künstler Jean-Claude Rambot gemeißelt und 1667 fertiggestellt.

Warum wurde der Brunnen freistehend gebaut?

Er wurde rundum freistehend gebaut, damit Pferdekutschen ungehindert um das zentrale Becken herumfahren konnten, ganz wie in einem frühen Kreisverkehr.

Welche Verzierungen schmückten die Spitze des Obelisken im Lauf der Zeit?

Die Spitze trug nacheinander eine Statue des Erzengels Michael, eine königliche Lilie, ein Malteserkreuz und einen Pinienzapfen.

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