Stadtpfarrkirche St. Paul: Passaus historisches Tor - Passau
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Ziel

Stadtpfarrkirche St. Paul: Passaus historisches Tor

Passau, Germany

Spaziere durch Passaus ältestes erhaltenes Stadttor in die Altstadt, exakt auf jener Route, die schon zu Zeiten der römischen Befestigung genutzt wurde. Die Stadtpfarrkirche St. Paul und der direkt anschließende Paulusbogen markieren den perfekten Übergang von Passaus moderner Fußgängerzone an Steinweg und Rindermarkt hinein in das kopfsteingepflasterte Gassengewirr der mittelalterlichen und barocken Altstadt.

Aus der Asche auferstanden

Als älteste Pfarrkirche Passaus blickt St. Paul auf eine lange Geschichte zurück. Bereits um 1050 wurde hier auf dem Felsrücken ein romanischer Vorgängerbau geweiht, der dem Apostel Paulus gewidmet war. Über die Jahrhunderte musste der Ort einiges einstecken: Große Stadtbrände legten das Gotteshaus 1512 und nochmals 1662 in Schutt und Asche.

Das heutige Gebäude ist ein hochbarockes Meisterwerk, errichtet zwischen 1667 und 1678. Der italienische Baumeister Carlo Antonio Carlone leitete den architektonischen Neuanfang, die Innenausstattung war um 1701 weitgehend vollendet. Heute dient das Gebäude als aktive katholische Pfarrkirche und steht unter Denkmalschutz.

Hochbarocke Baukunst und der Paulusbogen

St. Paul thront kühn auf einem Felsvorsprung am Nordrand der historischen Römermauer. Die Fassade leuchtet in zartem Creme und Rosé, gegliedert durch klassische Pilaster. Um zum erhöht gelegenen Kirchenportal zu gelangen, steigst du eine überdachte Steintreppe hinauf, die direkt am Torbogen entlangführt.

Die Kirche verschmilzt nahtlos mit dem Paulusbogen, dem ältesten der fünf noch erhaltenen Stadttore Passaus. Eine bauliche Besonderheit: Die Sakristei von St. Paul sitzt direkt im oberen Aufbau des Stadttores.

Wegen ihrer markanten Lage und der imposanten Architektur halten viele Passau-Neulinge St. Paul zunächst für den Dom St. Stephan. Die Kirche besitzt einen dreigeschossigen Westturm, der ursprünglich flach gedeckt war. Im 19. Jahrhundert setzte man ihm einen hohen Helm auf, doch 1950 mussten Statiker die Turmspitze aus Sicherheitsgründen um vier Meter kürzen.

Dramatische Kontraste im Innenraum

Im Inneren erwartet dich ein echtes Kontrastprogramm für die Sinne. Tiefschwarz-goldene Holzaltäre und eine kunstvolle Kanzel heben sich dramatisch von dem hellen, weiß gekälkten Putz und dem lichten Gewölbe ab.

Blickfang des Altarraums ist der Hochaltar mit einem eindrucksvollen Altarbild von Franz Werner Tamm. Das um 1700 vollendete Werk zeigt die Enthauptung des heiligen Paulus und ehrt damit den Namenspatron der Pfarrgemeinde.

FAQ

Was ist der Paulusbogen?

Der Paulusbogen ist das älteste erhaltene der fünf verbliebenen Passauer Stadttore und folgt einer Durchgangsachse, die bis auf die römischen Befestigungen zurückgeht. Die Sakristei der Stadtpfarrkirche St. Paul ist direkt in das Obergeschoss des Torgebäudes integriert.

Wer hat die heutige Stadtpfarrkirche St. Paul entworfen?

Die heutige hochbarocke Kirche wurde zwischen 1667 und 1678 unter der Leitung des italienischen Baumeisters Carlo Antonio Carlone entworfen und erbaut.

Warum wurde die Turmspitze von St. Paul gekürzt?

Der dreigeschossige Westturm der Kirche erhielt im 19. Jahrhundert einen hohen Turmhelm, der jedoch 1950 aus statischen Gründen um vier Meter gekürzt werden musste.

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