Spalentor: Basels prächtigstes mittelalterliches Stadttor - Basel
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Spalentor: Basels prächtigstes mittelalterliches Stadttor

Basel, Switzerland

Über Jahrhunderte mussten Reisende und Händler aus dem Elsass unter dem 40,3 Meter hohen Mittelturm und den schweren Eichenfallgittern des Spalentors hindurch, um nach Basel zu gelangen. Heute ist es das größte erhaltene mittelalterliche Stadttor und eines von nur dreien der alten Wehrmauer, die die Zeit überdauert haben.

Eine mittelalterliche Festung

Das Tor wurde um 1398 bis 1400 vollendet und entstand nach dem verheerenden Erdbeben von 1356 als Teil der Äußeren Stadtmauer. Als streng bewachter Zollposten an der westlichen Handelsroute ins Elsass kontrollierte das Bauwerk den Fluss von Waren und Menschen in die Stadt.

Imposante Architektur

Das Tor besticht durch seinen markanten, 40,3 Meter hohen quadratischen Hauptturm aus rotem Sandstein und Kalkstein, gekrönt von einem steilen Dach mit bunten, glasierten Ziegeln. Zwei 28,15 Meter hohe Rundtürme flankieren den Bau. Wenn du durch den Torbogen schreitest, verändert sich die Akustik schlagartig: Das Rauschen des modernen Verkehrs weicht einer stillen, geschützten Steinpassage, die sich zu den kopfsteingepflasterten Gassen der Altstadt öffnet. Im Durchgang sind noch heute originale Wehrelemente zu sehen, darunter schwere Holztore und dicke Fallgitter aus Eichenholz.

Bürgerstolz und verborgene Kuriositäten

Die Außenfassade sollte ankommenden Reisenden städtische Macht und Frömmigkeit demonstrieren. Sie zeigt Statuen einer Madonna aus dem 15. Jahrhundert, flankiert von zwei Propheten, sowie gemeißelte Löwen mit dem Baslerstab. Im Tordurchgang ehren die örtlichen Zünfte bis heute eine Statue der Heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Artillerie.

Erhalt und moderne Nutzung

Im Jahr 1859 beschloss der Große Rat, die meisten mittelalterlichen Mauern und Tore Basels abzureißen, um Platz für das Stadtwachstum zu schaffen. Das Spalentor wurde dank seines anerkannten historischen Werts zusammen mit dem St.-Alban-Tor und dem St.-Johanns-Tor verschont. Heute dient es als offener Durchgang für Fußgänger und Radfahrende, der den historischen Kern mit den westlichen Stadtteilen verbindet. Am Tor hängt ein grüner, gusseiserner Briefkasten von 1844, entworfen vom Architekten Melchior Berri. Er zeigt ein Relief der berühmten Briefmarke „Basler Taube“ und ist bis heute ein funktionierender Briefkasten der Schweizerischen Post. Die oberen Türme sind im Alltag zwar geschlossen, öffnen aber an ausgewählten Denkmaltagen für Führungen.

FAQ

Wann wurde das Spalentor erbaut?

Das Spalentor wurde um 1398 bis 1400 fertiggestellt. Es entstand nach dem verheerenden Erdbeben von 1356 als Teil der Äußeren Stadtmauer von Basel.

Kann man die Türme des Spalentors besichtigen?

Die oberen Türme sind für reguläre Besuche geschlossen, öffnen aber bei bestimmten städtischen Denkmaltagen für Führungen. Der Tordurchgang im Erdgeschoss ist für Fußgänger und Radfahrende jederzeit frei zugänglich.

Was hat es mit dem grünen Briefkasten am Spalentor auf sich?

Der grüne, gusseiserne Briefkasten wurde 1844 vom Basler Architekten Melchior Berri entworfen. Er zeigt ein Relief der historischen Briefmarke „Basler Taube“ und wird bis heute von der Schweizerischen Post genutzt.

Warum wurde das Spalentor nicht wie die restliche Stadtmauer abgerissen?

Als 1859 im Zuge der Stadterweiterung der Großteil der mittelalterlichen Mauern und Tore Basels geschleift wurde, verschonte der Große Rat das Spalentor, das St.-Alban-Tor und das St.-Johanns-Tor wegen ihres anerkannten historischen Werts.

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