BärenPark Bern: die Geschichte der berühmten Bären - Bern
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BärenPark Bern: die Geschichte der berühmten Bären

Bern, Switzerland

Berns Beziehung zum Bären geht weit über Fahnen und Brunnen hinaus. Seit über 500 Jahren hält die Stadt echte Bären als lebendige Wappentiere. Am klassischen Abschluss der Berner Altstadt verkörpert der BärenPark diese Identität wie kaum ein anderer Ort. Direkt hinter der Nydeggbrücke am Ostende des historischen Zentrums schlägt die Anlage die Brücke zwischen den pelzigen Maskottchen und ihren steinernen Artgenossen, die das UNESCO-Welterbe überall an Fassaden und Portalen zieren.

Wie Bern auf den Bären kam

Der Überlieferung des Chronisten Konrad Justinger zufolge schwor Herzog Berchtold V. von Zähringen bei der Stadtgründung 1191, die Siedlung nach dem ersten Tier zu benennen, das ihm bei der Jagd vor die Armbrust lief. Es war ein Bär, und damit stand das Wappentier ein für alle Mal fest. Lebende Bären hält Bern seit 1513, als Berner Truppen ein Exemplar als Beute aus der Schlacht bei Novara mitbrachten. Nach mehreren Umzügen durch das Stadtgebiet bezogen die Tiere 1857 schließlich ihr dauerhaftes Quartier am Flussufer.

Vom Betongraben zum Naturparadies

Über ein Jahrhundert lang hausten die Bären im historischen Bärengraben von 1857. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert zog die Betonarena illustre Schaulustige an, darunter Albert Einstein, Wladimir Lenin, Alexandre Dumas und den König von Siam. 1903 kam es hier zu einem bizarren Vorfall: Ein betrunkener Sträfling stürzte nachts in die Grube und überlebte die unfreiwillige Gesellschaft der Bären bewusstlos, bis er am nächsten Morgen gerettet wurde.

Nach jahrzehntelanger Kritik von Tierschützern machten die Bernerinnen und Berner Nägel mit Köpfen: 2007 stimmten 80 Prozent der Stimmberechtigten für die Finanzierung einer artgerechten Anlage. Im Oktober 2009 eröffnete der moderne BärenPark, ein 5.000 bis 6.000 Quadratmeter großes, naturnahes Hanggelände.

Alltag im BärenPark

Die vom Tierpark Bern betriebene Anlage bietet den eurasischen Braunbären ein weitläufiges Zuhause im Grünen. Die Tiere, von den Einheimischen liebevoll „Mutzen“ genannt, lassen sich beim Baden, Graben oder Krallenschärfen an massiven Baumstämmen am steilen Hang beobachten. Direkt darunter rauscht das türkisgrüne Wasser der Aare vorbei. Im Hochsommer spendieren die Tierpflegenden eine besondere Abkühlung: sogenanntes „Bäreneis“, riesige Eisblöcke vollgepackt mit Früchten und Fisch.

Denkmalpflege und Barrierefreiheit

Das moderne Gehege integriert die Geschichte des Orts ganz selbstverständlich: Der historische große Graben ist über einen Tunnel mit dem Hanggelände verbunden, sodass die Bären flexibel zwischen beiden Bereichen wechseln können. Der kleinere historische Graben steht Besucherinnen und Besuchern offen und wird gelegentlich für Kulturveranstaltungen genutzt. Der BärenPark ist das ganze Jahr über geöffnet und komplett kostenlos. Ein 2015 installierter Panoramalift überwindet die steile Topografie und bringt dich von der oberen Straßenebene barrierefrei direkt hinunter zur Uferpromenade.

FAQ

Ist der Besuch im BärenPark kostenlos?

Ja, der BärenPark ist das ganze Jahr über geöffnet und der Besuch ist komplett kostenlos.

Warum hat Bern einen BärenPark?

Der Bär ist laut Legende seit der Stadtgründung im Jahr 1191 das Wappentier Berns. Lebende Bären hält die Stadt bereits seit 1513 als Maskottchen.

Wann wurde der moderne BärenPark eröffnet?

Das moderne, 5.000 bis 6.000 Quadratmeter große Hanggehege wurde im Oktober 2009 eröffnet, nachdem sich die Stimmbevölkerung 2007 für die Ablösung der historischen Betonbecken von 1857 ausgesprochen hatte.

Was geschah mit dem alten Bärengraben?

Der historische Bärengraben von 1857 blieb vor Ort erhalten. Der große Graben ist über einen Tunnel mit dem neuen Gehege verbunden und wird weiterhin von den Bären genutzt, während der kleine Graben für die Öffentlichkeit zugänglich ist und für Kulturveranstaltungen genutzt wird.

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