Donaupark: Novi Sads historische grüne Oase - Novi-sad
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Ziel

Donaupark: Novi Sads historische grüne Oase

Novi-sad, Serbia

Bevor der Park zu jener idyllischen grünen Schneise wurde, die heute die Altstadt mit dem Fluss verbindet, war dieser Ort eine schlammige Senke, ausgeschachtet für den Uferschutz. Heute ist der Donaupark ein Naturdenkmal der Kategorie II und erstreckt sich über rund 3,96 Hektar im Altstadtviertel Stari Grad von Novi Sad. Als wichtiges Bindeglied verbindet er den Platz der Freiheit und die historische Dunavska-Straße mit dem Donauufer, der Varadin-Brücke und der gegenüberliegenden Festung Petrovaradin.

Vom Sumpf zur städtischen Oase

Im 19. Jahrhundert war das Gelände noch ein rohrbedeckter, schlammiger Arm der Donau. Nachdem man Erde abgetragen hatte, um gegenüber der Festung Petrovaradin einen Schutzdamm zu errichten, blieb nur ein matschiges Loch zurück. 1895 begann die Stadtverwaltung schließlich, den Sumpf trockenzulegen und aufzuschütten, um einen Stadtpark anzulegen. Die erste Promenade entstand vor dem Justizpalast, in dem heute das Museum der Vojvodina untergebracht ist.

Die tiefste Stelle in der Mitte wurde mit Backsteinen eingefasst, sodass ein künstlicher See mit einer kleinen Insel entstand. Mitte der 1930er-Jahre waren die Aufschüttungsarbeiten abgeschlossen und das Gelände wurde offiziell zum Donaupark erklärt. Trotz der Nähe zum Wasser verdankt der Park seinen Namen nicht direkt dem Fluss, sondern der angrenzenden Dunavska-Straße (Donaustraße). Das heutige Erscheinungsbild verdankt die Anlage dem Landschaftsarchitekten Ratibor Đorđević, der den Park zwischen 1958 und 1962 grundlegend umgestaltete.

Flora und die Eržebet-Insel

Im Park sprießen über 250 Pflanzenarten und rund 750 Bäume, darunter Pappeln, Birken, Kastanien und eine unter Naturschutz stehende historische Stieleiche. Das dichte Blätterdach sorgt auf den unbefestigten Spazierwegen selbst an heißen Tagen für ein angenehm kühles Mikroklima.

Mitten im künstlichen See liegt die kleine Eržebet-Insel. Offiziellen Dokumenten zufolge wurde sie nach Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn benannt, an die nach ihrer Ermordung im Jahr 1898 eine Trauerweide auf der Insel erinnerte. Die örtliche Legende erzählt die Geschichte allerdings lieber anders: Demnach soll das Eiland nach einem kleinen Mädchen aus der Nachbarschaft benannt worden sein, das den Park über alles liebte. Der See selbst erlangte landesweite Berühmtheit als Heimat von Isa und Bisa, zwei weißen Schwänen, die zu beliebten Wahrzeichen von Novi Sad wurden.

Kunst im öffentlichen Raum und Stadtkultur

Der Donaupark ist ein lebendiger Treffpunkt und eine Freiluftgalerie zugleich. Über die Grünfläche verteilt finden sich mehrere bemerkenswerte Skulpturen, darunter die Statue „Nymphe“ von Đorđe Jovanović aus dem Jahr 1912. Außerdem begegnet man Büsten berühmter serbischer Dichter wie Miroslav Antić und Branko Radičević, einer Bronzestatue des Dichters Đura Jakšić und einem Denkmal für den heiligen Sergius von Radonesch.

Ein weißer Holzpavillon im Zentrum, von den Einheimischen liebevoll „Saletla“ genannt, dient regelmäßig als Kulisse für Akustikkonzerte, Lesungen und Kunstausstellungen sowie als begehrtes Fotomotiv für Hochzeiten. In den kalten Wintermonaten verwandelt sich der Park im Rahmen des Winterfestivals „Eiswald“ in eine zauberhafte Kulisse samt Open-Air-Eisbahn.

FAQ

Warum heißt die Insel mitten im Donaupark Eržebet?

Laut offiziellen Aufzeichnungen wurde die Insel nach Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn benannt, an die nach ihrer Ermordung 1898 eine Trauerweide erinnerte. Eine lokale Legende besagt jedoch, dass sie nach einem kleinen Mädchen benannt wurde, das den Park regelmäßig besuchte.

Wer waren Isa und Bisa?

Isa und Bisa waren ein weißes Schwanenpaar, das auf dem künstlichen See des Parks lebte. Sie wurden landesweit berühmt und galten als beliebte Wahrzeichen von Novi Sad.

Welche Veranstaltungen finden im Donaupark statt?

Im weißen Holzpavillon im Zentrum des Parks finden Akustikkonzerte, Lesungen und Kunstausstellungen statt. In den kälteren Monaten verwandelt sich der Park während des Winterfestivals „Eiswald“ in ein Winterwunderland mit einer Open-Air-Eisbahn.

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