Ermita de San Antonio in Cáceres: Historische Kapelle - Caceres
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Ziel

Ermita de San Antonio in Cáceres: Historische Kapelle

Caceres, Spain

Ursprünge und der Wandel der Synagoge

Die Ermita de San Antonio steht an einem geschichtsträchtigen Ort in Cáceres. Genau hier versammelte sich einst die jüdische Gemeinde in der mittelalterlichen Synagoge der Stadt. Sowohl unter muslimischer als auch unter der folgenden christlichen Herrschaft genossen die jüdischen Einwohner verbriefte Rechte. König Fernando III. bestätigte diese Garantien 1229 im Fuero de Cáceres. Diese Stadtrechtsurkunde erlaubte es Gemeindemitgliedern unter anderem, Eide vor Gericht direkt auf der Tora in der Synagoge zu leisten.

Im Jahr 1470 wendete sich das Blatt: Der Adlige Alonso Golfín erhielt von Bischof Íñigo Manrique von Coria die Erlaubnis, die Synagoge abzureißen oder in eine christliche Kapelle umzuwandeln, die dem heiligen Antonius von Padua geweiht werden sollte. Nur acht Jahre später, 1478, zwangen städtische Erlasse die jüdische Gemeinde, das Viertel innerhalb der Stadtmauern endgültig zu verlassen. Die Bewohner zogen in die Judería Nueva nahe der Plaza Mayor um, wo sie bis zur großen Vertreibung von 1492 blieben.

Bodenständige Baukunst und Gestaltung

Anders als die wuchtigen Granitpaläste mit ihren herrschaftlichen Wappen, die das Zentrum von Cáceres prägen, gibt sich die Ermita de San Antonio bescheiden und fast häuslich. Die einschiffige Kapelle schmiegt sich nahtlos an die benachbarten Wohnhäuser und die wehrhafte Stadtmauer an, gekalkt im selben Weiß wie ihre Nachbarn.

Ein offener Bogengang mit drei Rundbögen und eine kunstvolle Fliese aus dem 18. Jahrhundert mit dem Bildnis des heiligen Antonius schmücken die Fassade. Statt kirchliche Macht zur Schau zu stellen, fügt sich diese zurückhaltende Ästhetik wie selbstverständlich in den Alltag des Viertels ein.

Das historische Viertel San Antonio

Die Kapelle liegt im Barrio de San Antonio, das auch als Judería Vieja oder San Antonio de la Quebrada bekannt ist. Die Bezeichnung quebrada verweist auf die steilen, zerklüfteten Hänge am Ostrand über dem Tal des Río Marco. Cáceres gehört heute zum Verband der spanischen Judenviertel (Red de Juderías de España, Caminos de Sefarad).

Das Viertel bildet den Übergang von den Adelspalästen rund um die Plaza de Santa María und Plaza de San Mateo hin zur östlichen Festungsmauer. Beim Streifzug durch Gassen wie die Calle Barrio de San Antonio, den Callejón del Moral oder den Rincón de la Monja stößt man auf historische Stationen wie das almohadische Baluarte de los Pozos aus dem 12. Jahrhundert, den römischen Arco del Cristo (Puerta del Río) und die Puerta Azul, ein weiß getünchtes Wohnhaus mit leuchtend blauen Türen und Fensterrahmen, das als beliebtes Fotomotiv gilt.

Zugang und heutige Nutzung

Das Barrio de San Antonio gehört zum UNESCO-Welterbe von Cáceres und ist als lebendiges Wohnviertel jederzeit frei zu Fuß zugänglich. Die Ermita de San Antonio steht Besuchern offen und wird nach wie vor aktiv genutzt: Jeden Dienstagnachmittag findet hier eine katholische Messe statt.

FAQ

Was befand sich früher an der Stelle der Ermita de San Antonio?

Die Kapelle wurde nach einer bischöflichen Genehmigung im Jahr 1470 direkt über der Hauptsynagoge des ummauerten jüdischen Viertels von Cáceres errichtet.

Welche architektonischen Besonderheiten zeichnen die Kapelle aus?

Anders als die wuchtigen Granitpaläste ringsum besticht die Kapelle durch ihre bescheidenen, fast wohnlichen Maße, eine offene Vorhalle mit drei Bögen und eine Fliese aus dem 18. Jahrhundert, die den heiligen Antonius zeigt.

Wann finden in der Ermita de San Antonio Gottesdienste statt?

Die Kapelle steht Besuchern offen und veranstaltet jeden Dienstagnachmittag eine katholische Messe.

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