Basler Rathaus: Das leuchtend rote Wahrzeichen am Marktplatz - Basel
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Basler Rathaus: Das leuchtend rote Wahrzeichen am Marktplatz

Basel, Switzerland

In leuchtendem Zinnoberrot aus Sandstein errichtet, dominiert das Basler Rathaus den Marktplatz als politisches wie optisches Herz der Stadt. Einst erbaut, um ein neues eidgenössisches Bündnis zu feiern, verbindet das spätgotische Renaissance-Bauwerk als markanter Treffpunkt der Altstadt den Münsterhügel und den Rhein mit den wichtigsten Einkaufsstraßen.

Ein Symbol Schweizer Unabhängigkeit

Bereits seit 1290 fungiert der Marktplatz als administratives Zentrum Basels. Nachdem das verheerende Erdbeben von 1356 das ursprüngliche Gerichtsgebäude zerstört hatte, trat vorübergehend der „Palast der Herren“ an seine Stelle. Der entscheidende Wendepunkt folgte 1501, als Basel als elfter Ort feierlich der Eidgenossenschaft beitrat.

Um städtischen Stolz zu demonstrieren und die neu gewonnene Unabhängigkeit gebührend zu feiern, gab der Rat den prächtigen Rotsandsteinbau in Auftrag. Zwischen 1504 und 1514 errichtet, zieren die Zinnen des zentralen Rathaustrakts die Wappen der eidgenössischen Orte. In den Jahren 1517 bis 1521 folgten schließlich die Ratsstuben, die den historischen Kernbau vollendeten.

Architekturperlen und Wandmalereien

Sowohl die markante Fassade als auch der Innenhof sind über und über mit detailreichen Wandmalereien geschmückt. Zwischen 1608 und 1611 schuf Hans Bock der Ältere die berühmten Fresken an der Außenwand und im Hof. Schon 1521 hatte der Renaissancemeister Hans Holbein der Jüngere den Auftrag erhalten, den Grossratssaal mit Wandgemälden auszustatten. Diese Originale befinden sich zwar nicht mehr im Gebäude, erhaltene Fragmente sind jedoch im Kunstmuseum Basel zu bestaunen.

Mitten im Innenhof steht eine Statue aus dem Jahr 1580, geschaffen von Hans Michel. Sie ehrt den römischen Feldherrn Lucius Munatius Plancus als vermeintlichen Stadtgründer Basels. Eine kleine historische Flunkerei: Humanisten des 16. Jahrhunderts hatten diese Legende kurzerhand ersonnen, um eine direkte Verbindung zur römischen Antike zu knüpfen. Historisch belegt ist lediglich, dass Plancus im Jahr 44 v. Chr. das nahe gelegene Augusta Raurica gründete.

Auch wenn das Gebäude wie aus einem gotischen Guss wirkt: Der reich verzierte Uhrenturm und der linke Flügel gehörten nicht zum ursprünglichen Bau. Sie sind vergleichsweise moderne Ergänzungen, die erst zwischen 1898 und 1904 fertiggestellt wurden.

Das bürgerliche und geschäftige Herz von heute

Bis heute ist das Rathaus der aktive Sitz von Legislative (Grosser Rat) und Exekutive (Regierungsrat) des Kantons Basel-Stadt. Im Grossratssaal zeigt ein historisches Wandgemälde von Emil Schill den Eidgenössischen Bundesschwur, für den damals echte Basler Bürger als lebende Modelle posierten. Tagsüber steht der Innenhof allen Besuchern frei offen, während sich die historischen Ratssäle im Rahmen offizieller Führungen besichtigen lassen.

Vor dem Rathaus pulsiert das Leben auf dem Marktplatz. Wochentags und samstagmorgens füllt ein bunter Frischmarkt das Pflaster mit regionalen Erzeugnissen, Blumen und lokalen Spezialitäten. Das unverwechselbare Flair des Platzes entsteht aus den Rufen der Markthändler, gemischt mit dem Bimmeln und dem vertrauten Rumpeln der grünen BVB-Trams, die sich ihren Weg durch diesen geschäftigen Knotenpunkt bahnen.

FAQ

Was ist das rote Gebäude am Basler Marktplatz?

Das leuchtend rote Gebäude ist das Rathaus. Es dient als politisches Zentrum des Kantons Basel-Stadt und wurde ursprünglich zwischen 1504 und 1514 aus markantem rotem Sandstein erbaut.

Kann man das Basler Rathaus von innen besichtigen?

Ja, der Innenhof ist tagsüber frei zugänglich. Die historischen Ratssäle können im Rahmen offizieller Führungen besichtigt werden.

Wann findet der Markt auf dem Basler Marktplatz statt?

Von Montag bis Samstag findet vormittags auf dem Marktplatz ein Wochenmarkt statt, auf dem frische Produkte, Blumen und regionale Spezialitäten angeboten werden.

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